Neben dem Ifo Institut haben auch andere Institute ihre Wachstumsprognosen zuletzt gesenkt

Neben dem Ifo Institut haben auch andere Institute ihre Wachstumsprognosen zuletzt gesenkt. - Bild: Alex/fotolia

"Die Wirtschaft hat sich in den ersten Monaten des Jahres deutlich schlechter entwickelt als gedacht", teilte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser am Dienstag in Berlin mit.

Für 2018 erwarte man noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent. Im Frühjahr hatte das Institut noch einen Anstieg von 2,6 Prozent prognostiziert. Für das kommende Jahr wurde die Prognose von 2,1 Prozent auf 1,8 Prozent reduziert.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 2,2 Prozent gewachsen. "Am deutschen Konjunkturhimmel brauen sich derzeit kräftige Gewitterwolken zusammen", sagte Wollmershäuser. Er verweist zum Beispiel auf außenwirtschaftliche Risiken - etwa die Ungewissheit über weitere Handelseinschränkungen wie Zölle.

Auch andere Institute hatten ihre Wachstumsprognosen zuletzt gesenkt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) etwa erwartet für das laufende Jahr noch 1,9 Prozent. Die Ökonomen begründeten das unter anderem mit "hohen Risiken". So könnte der Handelskonflikt mit den USA weiter eskalieren und sich die Schuldenkrise in Italien noch verschärfen.

Auch die Bundesregierung hat ihre Prognose zuletzt heruntergeschraubt. Sie ist aber etwas optimistischer und rechnet für 2018 mit einem Wachstum von 2,3 Prozent. 2019 soll es dann noch ein Plus von 2,1 Prozent werden.

Ein Ende der wirtschaftlichen Erholung sei trotz der deutlichen Prognosesenkung aber nicht in Sicht, erklärten die Ifo-Experten. "Wir glauben, dass sich der deutsche Aufschwung fortsetzt, wenn auch nicht in demselben Tempo wie 2017", sagte Wollmershäuser.

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