Weiter nachlassender Preisdruck für Hersteller im Euroraum 1

Das ist der höchste Rückgang seit Januar. Verglichen mit dem Vorjahr lagen die Erzeugerpreise um 2,6 Prozent niedriger. Damit wurde das größte Minus seit Februar markiert.

Volkswirte hatten mit Rückgängen um 0,6 Prozent auf Monats- und um 2,4 Prozent auf Jahressicht gerechnet. Der schwache Preisdruck rührt vor allem von der billigen Energie her, insbesondere von niedrigen Ölpreisen.

Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang der Erzeugerpreise um 0,9 Prozent, binnen Jahresfrist haben sich die Preise um 3,4 Prozent verringert. Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reichen die Betriebe höhere oder niedrigere Einkaufskosten an ihre Kunden weiter.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Energiepreise im Euroraum um 3,1 Prozent, binnen Jahresfrist lagen sie um 8,2 Prozent niedriger. Wegen der Konjunkturabkühlung in China und anderen Schwellenländern sowie einer Förderschwemme in einer Reihe von Erdöl produzierenden Ländern sind die Ölpreise seit Juni um über ein Drittel eingebrochen.