Das Bundeswirtschaftsministerium schätzt die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres

Das Bundeswirtschaftsministerium schätzt die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres schwächer ein als im Schlussquartal des alten Jahres. - Bild: Wikipedia/Arne Müseler/www.arne-mueseler.de

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres schwächer gewachsen als im Schlussquartal des alten Jahres.

Die Experten von Minister Sigmar Gabriel (SPD) sind damit pessimistischer als ihre Kollegen von der Bundesbank und den Wirtschaftsforschungsinstituten.

Zwar zeichnet der aktuelle Bericht das Bild einer starken Konjunktur, doch das Plus von 0,7 Prozent im vierten Quartal 2014 ist wohl eine Nummer zu groß. “Das hohe Wachstumstempo am Ende des letzten Jahres wird allerdings im ersten Vierteljahr voraussichtlich nicht erreicht”, heißt es dazu wörtlich. Grund dafür seien die schwächeren Auftragseingänge und die Produktionsergebnisse im Verarbeitenden Gewerbe.

Die deutsche Wirtschaft bleibt dennoch das Zugpferd der Eurozone. Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt fällt überdurchschnittlich stark aus, wie Gabriels Fachleute berichten. Das führt zu einer ausgeprägten Kauflaune der Deutschen und beflügelt den Konsum, der der Anker des Wachstums bleibt.

Auch aus dem Ausland kommen trotz internationaler Krisen hoffnungsvolle Signale. Die Exporterwartungen der Unternehmen haben sich weiter aufgehellt.

Ihre Frühjahrsprognose zum Wirtschaftswachstum wird die Bundesregierung am 22. April vorlegen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht