Wirtschaft

Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor entwickelte sich die Aktivität nach den Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit deutlich besser als von Volkswirten erwartet. - Bild: Pixabay

Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 58,7 Zähler von 57,3 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung mitteilte. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 63,3 Zähler von 62,5 im Vormonat. Volkswirte hatten im Mittel einen Rückgang auf 62,1 prognostiziert. Die Industrie habe damit sogar die höchste Wachstumsrate seit Umfragebeginn im April 1996 verzeichnet, betonte IHS Markit.

Der Index für den Servicesektor kletterte auf 55,8 Punkte von 54,3 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 54,8 erwartet. Im Servicebereich seien die Geschäfte so gut wie zuletzt vor zwei Jahren gelaufen.

Für IHS-Markit-Ökonom Phil Smith krönt die Entwicklung im Dezember "ein starkes Wachstumsjahr in Deutschland".

In den letzten zwei Monaten boome die Wirtschaft wie seit Anfang 2011 nicht mehr. Daher dürfte IHS Markit mit seiner Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von 2,6 Prozent richtig liegen. Sogar ein etwas höherer Wert sei durchaus möglich.

Smith hebt die "enorm verbesserten Geschäftsaussichten" im Dezember hervor, die sich im November wegen des Abbruchs der Koalitionsverhandlungen kurzfristig eingetrübt hatten. Bei den Unternehmen schlage sich der Optimismus auch in einer hohen Einstellungsbereitschaft nieder.