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Nach Mitteilung des WSI erhöhten sich die Tarifvergütungen 2016 um 2,4 Prozent, die Verbraucherpreise aber nur um 0,5 Prozent. - Bild: Pixabay

Nach Mitteilung des WSI erhöhten sich die Tarifvergütungen 2016 um 2,4 Prozent, die Verbraucherpreise aber nur um 0,5 Prozent.

"Damit ist es den Gewerkschaften erneut gelungen, Tarifsteigerungen durchzusetzen, die deutlich oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen und die Beschäftigten auch am Produktivitätsfortschritt teilhaben ließen", heißt es in einer Mitteilung des WSI-Tarifarchivs.

Die Deutsche Bundesbank betrachtet Tarifabschlüsse, die sich in Zeiten sehr niedriger Teuerung am Inflationsziel von knapp 2 Prozent orientieren, als eine Absicherung gegen Deflationsrisiken. Ende vergangenes Jahres hatte sie darauf hingewiesen, dass sich der Anstieg der Tarifverdienste im dritten Quartal auf 1,9 von zuvor 2,2 Prozent abgeschwächt habe und gewarnt: "Nicht auszuschließen ist, dass in einigen Fällen für die ausgehandelten Tarifergebnisse neben dominierenden Bestimmungsfaktoren wie der allgemeinen Wirtschaftslage auch die derzeit niedrige Inflationsrate oder die Erwartung einer für die Laufzeit der Tarifvereinbarung weiterhin moderaten Preissteigerung eine Rolle spielten."

Bei den effektiven Bruttoeinkommen - hier fließen unter anderem auch die Einkommen von Beschäftigten ein, die nicht nach Tarif bezahlt werden - fiel der Zuwachs im vergangenen Jahr laut WSI ähnlich aus: Die Bruttolöhne und -gehälter stiegen nominal je Arbeitnehmer um 2,3 Prozent, preisbereinigt bedeutete dies einen Anstieg um 1,8 Prozent.