WIESBADEN (Dow Jones/rm). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag berichtet, fiel die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2% auf 2.794 Fälle und damit so stark wie seit Dezember 2008 (minus 7,1%) nicht mehr.

Dagegen nahm die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zu: Mit 8.779 Fällen lag sie um 6,4% höher als im April 2009. Von den deutschen Amtsgerichten wurden im April insgesamt 13.949 Insolvenzfälle gemeldet, das waren 2,0% mehr als im Vorjahr.

In den ersten vier Monaten 2010 wurden Destatis zufolge 11.024 Unternehmensinsolvenzen gezählt, 3,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt nahm die Zahl der Insolvenzen von Januar bis Ende April um 7,5% auf 56.648 Fälle zu. Auf übrige Schuldner entfielen 45.624 Fälle (plus 8,7%), wobei die Verbraucherinsolvenzen mit plus 11,3% auf 36.015 Fälle am stärksten zunahmen.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den April 2010 auf 5,8 Mrd EUR gegenüber 3,4 Mrd EUR im April des Vorjahres. Der Anstieg der Forderungen ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen, wie Destatis weiter mitteilte.