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Der von ZEW erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf 16,6 Punkte von 13,8 im Dezember 2016. - Bild: ZEW

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 18,8 vorausgesagt. Im Vormonat hatten die Konjunkturerwartungen noch stagniert.

Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich im Januar allerdings von 63,5 auf 77,3 Punkte und stieg damit wesentlich deutlicher an als vorhergesehen. Erwartet worden war lediglich ein Anstieg auf 65,0.

Anstieg als Vertrauensvorschuss

"Die leichte Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen beruht vor allem auf einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der europäischen Volkswirtschaften", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Recht gute Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt und für die Industrieproduktion im Euroraum seien "wohl für viele überraschend" gekommen. "Der Anstieg der Erwartungen ist deshalb auch als Vertrauensvorschuss für das neue Jahr 2017 zu sehen."

Im Dezember waren die ZEW-Konjunkturerwartungen ebenfalls schlechter ausgefallen als erwartet. Während die Ökonomen ein Plus von 1,0 vorausgesagt hatten, war der Index tatsächlich nicht über den Stand vom November hinausgekommen. Der Index der Lagebeurteilung war allerdings schon damals unerwartet deutlich um 4,7 Punkte gestiegen.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im Januar ebenfalls. Der entsprechende Indikator stieg um 5,1 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 23,2. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verbesserte sich um 7,9 auf minus 0,4 Zähler.