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Die Konjunkturerwartungen für Deutschland des ZEW (Bild) sind im Dezember auf dem Vormonatsstand geblieben. - Bild: ZEW

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 14,8 vorausgesagt. Der Indexstand liegt weiter deutlich unter seinem langfristigen Mittelwert von 24,0 Punkten. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich allerdings unerwartet deutlich von 58,8 auf 63,5 Punkte. Prognostiziert worden war nur ein Anstieg auf 59,2.

"Die ZEW-Konjunkturerwartungen bleiben zwar unverändert, kombiniert mit der erneut gestiegenen Lagebeurteilung ergibt sich insgesamt eine recht positive Einschätzung", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Diese werde durch gute Zahlen für das Wachstum im Euroraum im dritten Quartal gestützt. Die "durchaus beachtlichen" wirtschaftlichen Risiken, die etwa von der angespannten Lage des Bankensektors in Italien ausgingen, sowie politische Risiken angesichts bevorstehender Wahlen in Europa "scheinen derzeit etwas in den Hintergrund gerückt zu sein", meinte Wambach. 

Bessere Aussichten für die Eurozone

Der Blick richtet sich nun auf den neuen Ifo-Geschäftsklimaindex, der am kommenden Montag veröffentlicht wird. Im November war der Index des Münchener Instituts unverändert geblieben und hatte damit eine weiterhin gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft signalisiert. Von den Daten für Dezember wird weiterer Aufschluss über die Verfassung der deutschen Konjunktur zum Jahresende erwartet.

Im November waren die ZEW-Konjunkturerwartungen noch mit einem Plus von 7,6 Punkten deutlich besser ausgefallen als erwartet. Der Index der Lagebeurteilung war allerdings um 0,7 Punkte gefallen.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im Dezember allerdings leicht. Der entsprechende Indikator stieg um 2,3 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 18,1. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum erhöhte sich um 1,0 auf minus 8,3 Zähler.