Ulrich Hackenberg

Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Martin Winterkorn müssten auch Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg (Bild)) und Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz ihren Hut nehmen. - Bild: Audi

Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Martin Winterkorn müssten auch Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg und Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz ihren Hut nehmen, schreibt die Bild-Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise. Das Magazin Der Spiegel nennt neben den beiden Managern auch Heinz-Jakob Neußer, Hackenbergs Nachfolger als Entwicklungsvorstand bei Volkswagen.

Sprecher von Audi, Porsche und Volkswagen wollten sich auf Anfrage in der aktuellen Phase nicht zu Personalspekulationen äußern und lehnten eine Stellungnahme ab.

Das Präsidium des Aufsichtsrats (AR) hatte am Vorabend angekündigt, dass in den nächsten Tagen weitere personelle Konsequenzen zu erwarten seien. Der AR tagt am morgigen Freitag.

Mit ihren Rückzügen sollen Hackenberg und Hatz laut Bild die technische Verantwortung für den Abgasbetrug übernehmen. Die beiden Manager waren jahrelang bei VW tätig, Hackenberg als Entwicklungschef und Hatz als oberster Motorenentwickler. Der Einbau der verbotenen Software falle in ihre Amtszeit. Seit 2009 waren Diesel-Modelle von VW-Fahrzeugen in den USA mit dieser Software ausgestattet worden.

Hackenberg, der als enger Vertrauter des zurückgetretenen VW-Chefs Winterkorn gilt, ist seit Juli 2013 Entwicklungschef bei Audi. Laut dem Spiegel sollte er dort den Chefposten übernehmen, wenn Audi-Chef Rupert Stadler als Finanzvorstand nach Wolfsburg wechselt. Sein früherer Mitarbeiter Hatz wechselte im Februar 2011 als Entwicklungsvorstand zu Porsche.