Bahn-Chef Rüdiger Grube meint es ernst mit dem "Totalumbau". Vier Vorstände müssen gehen. - Bild:

Bahn-Chef Rüdiger Grube meint es ernst mit dem "Totalumbau". Vier Vorstände müssen gehen. - Bild: Deutsche Bahn

In der Führungsriege der Deutschen Bahn sollen offenbar Köpfe rollen. Einem Medienbericht zufolge sollen Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg und Compliance-Chef Gerd Becht aus dem Vorstand ausscheiden.

Während Becht lediglich etwas früher gehe als geplant, werde Homburg vorgehalten, die Konkurrenz durch die Fernbusse unterschätzt zu haben, berichtete die Zeitung “Die Welt”.

Ferner wird laut Zeitung der Posten von Logistikchef Karl-Friedrich Rausch, der aus Altersgründen zum Jahresende ausscheidet, nicht mehr auf Vorstandsebene besetzt. Außerdem müsse Schienengüter-Chef Alexander Hedderich seinen Hut nehmen. Ihm sei es trotz mehrjähriger Sanierungsversuche nicht gelungen, den Schienengüterverkehr und die Konzerntochter DB Schenker Rail dauerhaft auf die Erfolgsspur zu führen. Den Abschied von Technikchefin Heike Hanagarth hat die Bahn bereits gemeldet.

Im August dürfte der ehemalige Kanzleramtschef Ronald Pofalla in den Vorstand aufrücken. Wie “Die Welt” weiter schreibt, dürfte Vorstandsmitglied Volker Kefer in Zukunft ein Superressort mit Zuständigkeiten für Infrastruktur und Technik führen. Bahnchef Rüdiger Grube wolle den Aufsichtsrat über seine Pläne am 27. Juli informieren.

In der Sitzung will Grube laut Welt auch Pläne für den Verkauf von Geschäftsfeldern vorstellen. Dazu gehörten unter anderem das Dienstleistungsgeschäft, also die Wartung von Fahrzeugen, oder die Reinigungskolonnen.

Ein Sprecher der Bahn wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke