Der seit Juni amtierende Bilfinger-Chef Per Utnegaard übernimmt die Zuständigkeit für die

Der seit Juni amtierende Bilfinger-Chef Per Utnegaard übernimmt die Zuständigkeit für die Segmente Industrial und Power. Damit wird der Vorstand auf drei Mitglieder verkleinert. - Bild: Bilfinger

Im Vorstand des schwächelnden Dienstleisters Bilfinger kommt es erneut zu einem großen Stühlerücken: Die Verantwortlichen für die Segmente Industrial und Power, Pieter Koolen und Joachim Enenkel, werden aus dem Gremium ausscheiden.

Der seit Juni amtierende Bilfinger-Chef Per Utnegaard übernimmt die Zuständigkeit für beide Bereiche. Damit wird der Vorstand auf drei Mitglieder verkleinert. Neben dem seit April für das Finanzressort zuständigen Axel Salzmann sowie Utnegaard wird Jochen Kreysberg unverändert die Verantwortung für den Bereich Building and Facility tragen.

Bilfinger kämpft seit geraumer Zeit mit sinkenden Ergebnissen. Einzig das Geschäft mit Immobiliendienstleistungen entwickelt sich solide. Das Unternehmen bekommt dagegen seine Probleme im europäischen und im US-Öl- und Kraftwerkssektor sowie im Energiegeschäft nicht in den Griff. In beiden Segmenten kämpft Bilfinger mit Überkapazitäten in einigen Bereichen und zusätzlich mit Ergebnisverschlechterungen bei einzelnen Projekten.

Der neue Chef Utnegaard räumt auf

Mehrere Gewinnwarnungen in Folge ramponierten das Vertrauen in den Mannheimer Konzern. Die erste Maßnahme des neuen Chefs Utnegaard: Die Sparte Power wurde zum Verkauf gestellt.

Bilfinger bekräftigt die Erwartungen für das erste Halbjahr 2015: Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten EBITA aus fortzuführenden Aktivitäten im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Halbjahreszahlen sollen am 12. August veröffentlicht werden. Der neue Vorstand hat im Zuge der Neuausrichtung eine detaillierte strategische Überprüfung aller Geschäftsbereiche angestoßen, deren Ergebnisse im Herbst vorliegen sollen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke