Volkswagen-Chef Martin Winterkorn bleibt mit einem Salär von fast 16 Millionen Euro der

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn bleibt mit einem Salär von fast 16 Millionen Euro der Spitzenverdiener in der DAX-Konzernriege. - Bild: dpa

Das war der höchste Anstieg seit vier Jahren, wie die Unternehmensberatung hkp in einer Studie ermittelt hat.

Mit 5,9 Millionen Euro kletterte die durchschnittliche Gesamtvergütung der DAX-Chefs dabei auf einen neuen Rekordwert. Dabei ist die Spanne jedoch gewaltig. Während Infineon-Chef Reinhard Ploss als Schlusslicht “nur” auf knapp 2 Millionen Euro kam, schaffte es alter und neuer Spitzenverdiener Martin Winterkorn bei Volkswagen auf ein Salär von fast 16 Millionen Euro.

VW-Chef Winterkorn bleibt Spitzenverdiener

Doch während es Winterkorn auch international in die Spitzengruppe der am besten verdienenden Manager schaffte, ist doch die Vergütung der Chefs großer börsennotierter Unternehmen im Ausland oft höher als in Deutschland. In Europa liegt die Vergütung der CEOs im Schnitt mit 6,17 Millionen Euro noch rund fünf Prozent über der deutschen. Und an die Rekordsumme von umgerechnet gut 32 Millionen Euro, die der Chef von Walt Disney im vergangenen Jahr einsteckte, kommt auch sonst niemand nur annähernd heran.

Gute Geschäftsentwicklung läßt Gehälter nicht immer steigen

Die DAX-Chefs profitierten vergangenes Jahr von der guten Geschäftsentwicklung ihrer Unternehmen. Mit 13,8 Prozent stiegen die Nettogewinne etwas stärker die die Saläre ihrer Spitzenmanager. Nicht immer war die Entwicklung aber gleichläufig. Der wegen eher schwacher Geschäfte in der Kritik stehende Adidas-Chef Herbert Hainer verdoppelte seine Gesamtvergütung 2014 auf 5,8 Millionen Euro, obwohl der Sportartikelhersteller 38 Prozent weniger Gewinn erzielt hat. Den umgekehrten Weg ging Anshu Jain, Co-Chef bei der Deutschen Bank. Obwohl das Geldhaus seinen Gewinn je Aktie von einem nicht allzu hohen Niveau mehr als verdoppelte, strich Jain mit 6,2 Millionen Euro rund ein Viertel weniger ein. Dafür steigerte sich sein Kollege Jürgen Fitschen um 8 Prozent auf knapp 5 Millionen Euro.

Die Entwicklung der Gesamtvergütung ist dabei immer von mehreren Faktoren abhängig. So klettere das Grundgehalt von Jain und Fitschen in gleichem Maße, während es die mehrjährige und variable Vergütung war, die dem früheren Investmentbanker bei der Deutschen Bank die Gehaltseinbußen bescherte.

Insgesamt betrachtet stagnierte das Grundgehalt der DAX-Chefs meist. Den Anstieg der Gesamtvergütung haben sie größtenteils ihrer variablen Vergütung und damit dem Erfolg der von ihnen geführten Unternehmen zu verdanken.

Die von der Unternehmensberatung hkp ermittelte Gesamtvergütung unterscheidet sich von der, die die DAX-Konzerne selbst in ihren Geschäftsberichten ausweisen. So gibt beispielsweise die Deutsche Bank an, dass Jain und Fitschen jeweils eine Vergütung von 6,7 Millionen Euro erhalten. Die Differenzen ergeben sich aus der unterschiedlichen Berechnungsmethode, die hkp bei der Berücksichtung langfristiger Ansprüche und deren Zuordnung zu der Vergütung eines Jahres verwendet.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke