Manuel Cubero (li.) übernimmt interimsweise den Job von Vodafone-CEO Jens Schulte-Bockum (re.), der

Manuel Cubero (li.) übernimmt interimsweise den Job von Vodafone-CEO Jens Schulte-Bockum (re.), der zum 30. Juni von seinem Amt zurücktreten wird. - Bild: Vodafone

Der Aufsichtsrat von Vodafone Deutschland hat Manuel Cubero mit Wirkung zum 1. Juli zum Sprecher der Geschäftsführung berufen. Er folgt auf Unternehmenschef Jens Schulte-Bockum.

Schulte-Bockum tritt zum 30. Juni zurück. Cubero übernimmt die Geschäfte übergangsweise, bis ein neuer Vorsitzender bestellt ist, teilte Vodafone Deutschland mit.

Zusätzlich habe Aufsichtsratschef Philipp Humm dem Gremium vorgeschlagen, einen Chief Commercial Officer als dauerhafte Funktion innerhalb der Geschäftsführung einzurichten. Dafür sei ebenfalls Manuel Cubero vorgesehen, der bereits Mitglied der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland und zuständig für das Festnetzgeschäft ist.

Schulte-Bockum wirft das Handtuch

Jens Schulte-Bockum hatte im Mai nach zweieinhalb Jahren an der Spitze der deutschen Vodafone-Landesgesellschaft das Handtuch geworfen und zum Abschied allenfalls durchwachsene Jahreszahlen präsentiert. Im Kerngeschäft Mobilfunk, in dem Vodafone auch nach der Kabel-Deutschland-Übernahme zwei Drittel seiner Umsätze erwirtschaftet, verliert die deutsche Tochter der Briten Marktanteile gegen Hauptwettbewerber Deutsche Telekom.

Die neue Position des Chief Commercial Officers soll nun das Privatkundengeschäft im Mobilfunk und Festnetz sowie im Vertrieb und Service enger verzahnen und weiter ausbauen. Die Verantwortung für die jeweiligen Geschäftsbereiche verbleibe aber bei den bisherigen Geschäftsführern. Die Organisationen der Bereiche seien davon ebensowenig betroffen wie die fortlaufende Integration von Kabel Deutschland, hieß es in der Mitteilung.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke