James Liang VW-Manager

Der VW-Manager James Liang muss für drei Jahre und vier Monate hinter Gitter, außerdem verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 200.000 Dollar. - Bild: YouTube

Das entschied Richter Sean Cox beim zuständigem US-Gericht in Detroit. Zudem muss Liang eine Geldstrafe von 200.000 US-Dollar zahlen. Das Urteil geht damit über die von der Anklage geforderte Haftstrafe von 36 Monaten und einer Geldstrafe von 20.000 Dollar hinaus.

Liangs Anwalt hatte auf eine Bewährungsstrafe mit einem Jahr Hausarrest, 1.500 Stunden gemeinnützige Arbeit und ein niedriges Bußgeld plädiert.

Urteil fiel unerwartet hart aus

Der Ingenieur wurde vergangenes Jahr angeklagt. Er hatte sich schuldig bekannt, mit anderen VW-Mitarbeitern bei der Manipulation der Dieselfahrzeuge zusammengearbeitet zu haben. Liang hatte mit den Ermittlungsbehörden kooperiert. Er hatte zugegeben, früh zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass der Dieselmotor von VW nicht gleichzeitig die Erwartungen der Kunden und die neuen, verschärften US-Umweltgesetze würde erfüllen können.

Der Abgasskandal wurde im September 2015 von den US-Behörden aufgedeckt. Im Herbst des Jahres hatte VW zugegeben, bei insgesamt elf Millionen Dieselfahrzeugen weltweit die Abgaswerte manipuliert zu haben.