Annette Stieve

Annette Stieve ist Chief Financial Office North/East Europe bei Faurecia und Geschäftsführerin der Faurecia Automotive GmbH. - Bild: Faurecia

Das Stiftungsunternehmen Mestemacher honoriert mit dieser Auszeichnung Stieves herausragende Leistungen als Geschäftsführerin sowie ihr außerordentliches Engagement für die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen.

„Ich bin sehr stolz, heute diese Auszeichnung entgegen nehmen und mich in die Riege der Preisträgerinnen dieses sehr renommierten Preises einreihen zu dürfen. Es sind Preise wie dieser und Frauen wie Frau Prof. Dr. Detmers, die sich leidenschaftlich für die Gleichstellung von Frauen einsetzt, die in diesen Zeiten des Wandels den Unterschied machen“, so Stieve während den Feierlichkeiten in der Bundeshauptstadt.

„Ich denke, wir sind inzwischen auf einem guten Weg, Frauen gerade in männerdominierten Branchen noch stärker zu motivieren, in Führungspositionen Verantwortung zu übernehmen. Vielfalt kann ein Unternehmen erfolgreich machen. Es ist an uns, die wir in Führungspositionen sind, diese Vielfalt noch stärker zu fördern und zu leben.“  

Der Mestemacher Preis Managerin des Jahres wird bereits zum 15. Mal in Folge verliehen. Mit dem Gleichstellungspreis würdigt die Gütersloher Vollkorn- und Pumpernickelbäckerei Mestemacher regelmäßig Top-Managerinnen der obersten Leitungsebene. Ziel ist es, in der männerdominierten Wirtschaftswelt kompetente Führungsfrauen als weibliche Leitbilder zu exponieren und insbesondere den Frauenanteil in der Geschäftsführung und Vorstandsebene zu steigern. „Annette Stieve verfügt über alle Eigenschaften, die im Top-Management gefragt sind.

Mit ihren Fähigkeiten über die eigenen Fachgrenzen hinaus zu denken und zu handeln hat sie Gleichberechtigung und Vielfalt bei Faurecia gefördert. Sie erhält die angesehene Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen als Geschäftsführerin des weltweit führenden Automobilzulieferers und für ihr weitsichtiges Tun zur Entwicklung von Frauen in Führungspositionen“, begründet Professor Dr. Ulrike Detmers, Gesellschafterin des Stifterunternehmens Mestemacher sowie Sprecherin und Mitglied der zentralen Unternehmensleitung der Mestemacher-Gruppe, die Entscheidung der Jury.

Als Preisträgerin erhält Annette Stieve neben der wertvollen Silber-Trophäe Oeconomia – Symbol für weibliche Leistungskraft in der Wirtschaft – außerdem ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Diese spendet Stieve an die Nina Dieckmann Stiftung aus Hannover. Die Stiftung organisiert und finanziert Sprachförderprojekte für Kinder und Jugendliche – insbesondere für Kinder aus Migrantenfamilien. Stiftungsanliegen ist das Erlernen der deutschen Sprache als Grundlage von Bildung und Integration. „Ich schätze die Arbeit der Nina Dieckmann Stiftung sehr, sie schafft eine wichtige Basis für eine vielfältige Gesellschaft und gibt den Kindern eine wirkliche Perspektive. Etwas, das mir auch sehr am Herzen liegt“, erläutert Stieve.

Die 1964 in Gütersloh geborene Managerin schloss ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld und Paderborn erfolgreich als Diplom-Kauffrau ab. Nach fünfjähriger Tätigkeit bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wechselte sie 1996 zur Faurecia Gruppe, bei der sie in den folgenden Jahren verschiedene leitende Positionen im Finanz- und Rechnungswesen, in der Konzernrechnungslegung, dem Controlling sowie in den Bereichen Cash Management & Treasury, Steuern und Legal innehatte.

„Ich bin das beste Beispiel dafür, dass gerade auch Männer als Vorbild dafür sorgen können, Frauen im Unternehmen zu fördern und ihnen die Möglichkeiten anzubieten, sich zu entwickeln“, sagt Annette Stieve rückblickend auf ihre bisherige Karriere. Seit 2003 zeichnet sie als Geschäftsführerin der Faurecia Automotive GmbH und der Tochtergesellschaft Faurecia Autositze GmbH verantwortlich. In 2013 wurde sie schließlich zum Chief Financial Officer North/East Europe der Faurecia Gruppe berufen, mit zusätzlicher Verantwortung für die Länder Ungarn und Türkei im darauf folgenden Jahr. Von 2012 bis 2016 war sie als Aufsichtsrätin der Nordex SE tätig und ist seit 2015 Mitglied im Regionalbeirat Mitte der Commerzbank AG. Für ihre herausragenden Leistungen wurde Annette Stieve zuletzt mit dem Silver Stevie Award – Manager des Jahres (Automotive & Transportmittel) ausgezeichnet.

Faurecia

Die 10 wichtigsten Frauen der deutschen Industrie

  • Annette Winkler

    Platz 10: Smart - 2002 trat Dr. Annette Winkler als Smart-Chefin an, das winzigste Daimler-Produkt aus der Milliardenverlustzone herauszuführen. Die Kleinwagentochter Smart blieb jedoch auch 2014 nach wie vor hinter den Erwartungen zurück, der Absatz war um 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Mit den neuen Modellen fortwo und forfour soll nun in eine neue Ära gestartet werden, Winkler setzt auf Apps, um Smart beliebter zu machen. - Bild: Daimler

  • Renate Pilz

    Platz 9: Pilz - Renate Pilz ist Vorsitzende der Geschäftsführung des Automatisierungstechnik-Anbieters Pilz, der 1948 von ihrem Schwiegervater Hermann Pilz gegründet wurde. Sie leitet das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Tochter Susanne Kunschert und ihrem Sohn Thomas Pilz. Das Unternehmen erzielte 2014 mit gut 2.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 260 Mio. Euro. - Bild: Pilz

  • Nicola Leibinger-Kammüller

    Platz 8: Trumpf - Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung Trumpf GmbH + Co. KG, verantwortet die strategische Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Anlagen und Bauten sowie Recht beim Werkzeugmaschinen-Hersteller. Mit etwa 11.000 Mitarbeitern setzte Trumpf im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro um. - Bild: Thomas Dashuber/Trumpf

  • Martina Koederitz

    Platz 7: IBM - Martina Koederitz verantwortet als Mitglied der Geschäftsführung seit Oktober 2010 den Vertrieb der IBM Deutschland. IBM erzielte 2014 einen Umsatz von 92 Mrd. USD (entspricht 83 Mrd. Euro). Für IBM Deutschland arbeiten 20.000 Mitarbeiter. - Bild: IBM.

  • Bettina Würth

    Platz 6: Würth - Bettina Würth ist Beiratsvorsitzende der Würth-Gruppe. Das Befestigungs- und Montagetechnik-Unternehmen aus Künzelsau beschäftigt rund 66.044 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2014 einen Umsatz von 10,13 Mrd. EUR. Die Tochter des Gründers Reinhold Würth wechselte nach unterschiedlichsten Stationen im Konzern 2001 in die Unternehmensführung. - Bild: Norbert Guthier/Würth.

  • Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann

    Platz 5: Schaeffler - Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann ist nicht nur Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe, sondern auch stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Schaeffler AG. Der Hersteller von Präzisionskomponenten verzeichnete 2014 mit 82.000 Mitarbeitern an 170 Standorten einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro. - Bild: Schaeffler.

  • Susanne Klatten

    Platz 4: BMW - Susanne Klatten, Tochter von Herbert Quandt, sitzt im Aufsichtsrat von BMW, dem Chemiekonzern Altana AG, dem Windturbinenhersteller Nordex SE und von SGL Carbon. Sie hat Platz 6 der reichsten Menschen Deutschlands inne. BMW erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 80,4 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 116.000 Mitarbeiter. - Quelle: BMW

  • Lisa Davis Siemens

    Platz 3: Siemens - Lisa Davis ist als neues Vorstandsmitglied der Siemens AG angetreten, das Energiegeschäft zu sanieren und die letzten Einkäufe zu integrieren, darunter Dresser-Rand , ein US-Ausrüster für die Öl- und Gasindustrie und die Gasturbinen-Sparte von Rolls Royce. Sie ist zuständig für Power and Gas, Wind Power and Renewables und Power Generation Services. - Bild: Siemens

  • Janina Kugel

    Platz 2: Siemens - Janina Kugel, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Arbeitsdirektorin, ist für weltweit 340.000 Siemens-Mitarbeiter zuständig, 115.000 davon in Deutschland. Der Umsatz des Industrieunternehmens betrug 2014 rund 72 Mrd. Euro. - Bild: Siemens

  • Christine Hohmann-Dennhardt Daimler

    Platz 1: Daimler - Seit 2011 ist die ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, als Mitglied des Vorstands der Daimler AG für die Bereiche Integrität und Recht zuständig. Im Jahr 2014 setzte der Konzern mit insgesamt 279.972 Mitarbeitern mehr als 2,5 Mio. Fahrzeuge ab. Der Umsatz lag bei 129,9 Mrd. €. Sie wechselte 2016 in den Vorstand von VW. - Bild: Daimler