Guo Guangchang

Vor einer Woche war berichtet worden, der Fosung-Gründer Guo Guangchang werde von den chinesischen Behörden festgehalten. - Bild: Jing Daily/Fosun

Vor einer Woche war berichtet worden, der Multimilliardär werde von den chinesischen Behörden festgehalten, um bei nicht näher benannten Ermittlungen zu helfen. Später hieß es in einer von Guo selbst unterzeichneten Erklärung, er habe bei "gewissen Ermittlungen geholfen". Dies befeuerte Spekulationen, wonach gegen ihn wegen Korruption ermittelt werden könnte.

Bereits am Montag war Guo bei einer unternehmensinternen Veranstaltung in Schanghai gesehen worden. Am Freitag bestätigte ein ranghoher Mitarbeiter nun, Guo befinde sich derzeit in New York und werde kommende Woche voraussichtlich an einer Avatar-Show des kanadischen Zirkus Cirque du Soleil teilnehmen, an dem der Mischkonzern beteiligt ist. Der Manager bestätigte gegenüber dem Wall Street Journal die Echtheit eines Fotos, das Guo in einem Restaurant in Manhattan zeigt und am Freitag in den sozialen Netzwerken kursierte. "Korrekt. Wir werden am Montag in Montreal bei der Eröffnungsshow von Avatar des Cirque du Soleil sein", schrieb die Führungskraft in einer Email.

Was auch immer Gegenstand der Untersuchungen war, sie scheinen Guo jedenfalls nicht an Auslandsreisen zu hindern. Die chinesischen Behörden haben dieses Jahr ihre Anti-Korruptionskampagne intensiviert.

Seit vergangenen Freitag haben die Papiere von Fosun International zehn Prozent ihres Wertes verloren. Guos Verschwinden, der wegen seiner Investmentstrategie auch "Warren Buffett von Schanghai" genannt wird, hatte für helle Aufregung gesorgt und Aktien des Unternehmens und mit ihm verbundene börsennotierte Einheiten waren sogar teilweise vom Handel ausgesetzt gewesen.