Bild: Gesamtmetall

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ROM/BERLIN (ks). Kannegiesser folgt auf Roberto Maglione, den Vizepräsidenten des italienischen Metall-Arbeitgeberverbandes Federmeccanica. „Die nationalen Spielregeln werden schon heute zu mehr als zwei Dritteln aus Brüssel bestimmt“, erklärte Kannegiesser. „Je weiter weg die Entscheidungsträger vom tatsächlichen betrieblichen Alltag sind, umso praxisfremder drohen die etliche Vorhaben zu werden.“ Deshalb sei eine gleichermaßen starke wie konstruktive sozialpolitische Interessenvertretung notwendig. Es sei ihm im Übrigen ein Anliegen, „gerade auch aufgrund der Erfahrungen der jüngsten schweren Wirtschaftskrise das Verständnis füreinander und das Kooperationspotential innerhalb der europäischen Metall- und Elektro-Industrie zu vertiefen“, erklärte Kannegiesser in seiner Antrittsrede in Rom.

Der CEEMET (Council of European Employers of the Metal, Engineering and Technology-Based Industries) wurde 1962 gegründet und hat heute 23 Mitgliedsverbände aus 22 Ländern. Die Branche zählt in diesen Ländern rund 13 Mio Beschäftigte. Der Verband vertritt die sozialpolitischen Interessen der Branche in Brüssel und führt im Rahmen des formalen Sektoralen Sozialen Dialogs Gespräche mit dem Europäischen Metallgewerkschaftsbund.