Der bisherige E.ON Finanzvorstand Klaus Schäfer wird die neue E.ON-Gesellschaft Uniper leiten. -

Der bisherige E.ON Finanzvorstand Klaus Schäfer wird die neue E.ON-Gesellschaft Uniper leiten. - Bild: E.ON

Der derzeitige Vorstandschef Johannes Teyssen bleibt Chef des alten E.ON-Konzerns. Das habe der E.ON-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Montag beschlossen. Auch den Namen für das neue Unternehmen gab E.ON bekannt: Es soll Uniper heißen – abgeleitet von “Unique Performance”.

Neuer E.ON-Finanzvorstand wird Michael Sen, der bisher bei Siemens Healthcare die gleiche Aufgabe innehat. Bei Uniper wird der bisherige Chef der E.ON-Handelstochter Global Commodities, Christopher Delbrück, das Finanzressort übernehmen.

Die neue Gesellschaft soll am 1. Januar 2016 starten und ihren Sitz im Düsseldorfer Hafen haben, wie es weiter heißt. E.ON hingegen werde nach Essen umziehen.

“Es ist gut, dass wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der diesjährigen Hauptversammlung wichtige Eckpfeiler der Neuaufstellung des Konzerns fixiert haben und Kernentscheidungen verabschiedet sind”, sagte E.ON-Chef Teyssen laut der Mitteilung.

E.ON hatte im November angekündigt, das Geschäft mit den konventionellen Kraftwerken in eine neue Gesellschaft auszulagern und sich auf erneuerbare Energien zu konzentrieren. Im zweiten Halbjahr will E.ON die rechtliche Struktur vorbereiten, 2016 soll die Hauptversammlung die Aufspaltung beschließen.

Da auch die Rückstellungen für den Abbau von Atomkraftwerken auf die neue Gesellschaft übergehen, warfen Kritiker dem Konzern vor, E.ON schaffe eine “Bad Bank” für seine Atomkraftwerke.

E.ON verdient wie andere Versorger angesichts der Konkurrenz durch erneuerbare Energien mit seinen konventionellen Kraftwerken immer weniger. Im vergangenen Jahr fuhr der Konzern den größten Verlust seiner Geschichte ein. Am 7. Mai will E.ON die Zahlen für das erste Quartal veröffentlichen, am gleichen Tag findet auch die Hauptversammlung statt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke