Lothar Späth

Lothar Späth. - Bild: Felix König

Das berichten ARD, Bild und Focus Online übereinstimmend.

Späth war von 1978 mit 1991 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Er kam an die Macht, als der damalige Ministerpräsident Hans Filbinger wegen seiner Urteile als Militärrichter im Dritten Reich zurücktreten musste. Während seiner Amtszeit sorgte Späth für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Baden-Württemberg und bekam deswegen den Spitznamen "Cleverle".

Nachdem Späth im Zusammenhang mit der "Traumschiff-Affäre" Vorteilsnahme bei Ferienreisen vorgeworfen worden war, trat er am 13. Januar 1991 von seinem Amt als Regierungschef zurück und legte am 31. Juli 1991 auch sein Mandat als Landtagsabgeordneter nieder.

Nach seinem Rücktritt ging Späth in die Wirtschft und setzte sich entscheidend für den Erhalt der Firma Jenoptik ein, deren Geschäftsführer er ab 1991 wurde. Am 16. Juni 1998 brachte er das ehemalige DDR-Unternehmen als Jenoptik AG an die Börse.