Matthias Müller Martin Winterkorn

Porsche-Chef Matthias Müller (li.) übernimmt den Führungsstab vom zurückgetretenen Martin Winterkorn. - Bild: VW

Der 62 Jahre alte Manager ist damit Nachfolger von Martin Winterkorn, der am Mittwoch wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte von Dieselmotoren zurückgetreten war. Müller bleibt nach Angaben von Volkswagen so lange auch Porsche-Chef, bis ein Nachfolger für die Position gefunden ist.

Die Personalentscheidung kommt mit Vorbereitung. Eine informierte Person hatte schon am Donnerstag von der bevorstehenden Ernennung Müllers berichtet. "Matthias Müller ist eine Persönlichkeit von großer strategischer, unternehmerischer und sozialer Kompetenz", sagte am Freitag Aufsichtsratschef Huber. Der Aufsichtsrat schätze "seinen kritischen und konstruktiven Blick".

Müller selbst sagte unmittelbar nach seiner Ernennung: "Meine vordringlichste Aufgabe wird es sein, Vertrauen für den Volkswagen Konzern zurückzugewinnen - durch schonungslose Aufklärung und maximale Transparenz, aber auch, indem wir die richtigen Lehren aus der aktuellen Situation ziehen." Volkswagen ist durch Manipulationen bei Abgastests von Dieselmotoren in die Krise geraten. Der Konzern hatte die Manipulationen nach einer Veröffentlichung amerikanischer Behörden am vergangenen Wochenende zugegeben.