Mit Ex-BMW-Chef Norbert Reithofer hat Siemens ein neues Aufsichtsratsmitglied gefunden. - Bild: BMW

Mit Ex-BMW-Chef Norbert Reithofer hat Siemens ein neues Aufsichtsratsmitglied gefunden. - Bild: BMW Group

Norbert Reithofer hat ein neues Betätigungsfeld: Nach seinem Abtritt als BMW-Chef ist der Manager nun beim Industrieriesen Siemens in den Aufsichtsrat eingezogen.

Die Personalie ist interessant, denn bei Siemens wird schon seit langem darüber spekuliert, wer den Vorsitz des obersten Kontrollgremiums übernimmt, sollte Amtsinhaber Gerhard Cromme, 71, seinen Posten aufgeben.

Dessen Mandat als Siemens-Chefaufseher läuft noch bis 2018. Der promovierte Jurist, der seit 2003 im Aufsichtsgremium von Siemens ist, gilt als umstritten: Beim unsanften Wechsel an der Siemens-Spitze im vergangenen Sommer machte er eine schlechte Figur, es gab heftige Kritik an seiner Amtsführung. Ein Nachfolger war bisher nicht in Sicht.

Keine Ambitionen auf den Vorsitz

Allerdings hat Reithofer keine Ambitionen auf den Vorsitz im Kontrollgremium des Technikkonzerns. Das stellte BMW am Nachmittag noch einmal klar. “Herr Reithofer steht nicht für das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bei Siemens zur Verfügung”, so ein Sprecher des Premiumautobauers.

Neben Reithofer haben die Siemensaktionäre auf der ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens am Dienstag zudem Nathalie von Siemens in den Aufsichtsrat gewählt und die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 entlastet.

Die Aktionäre folgten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 3,30 Euro pro Aktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung billigte zudem das neue Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder.

Karoline Kopp