Ferdinand Piech

Ferdinand Piech bleibt Volkswagen-Konzern trotz des Verkaufs seiner Aktien vorerst erhalten. - Bild: VW

Der frühere VW-Chef und Großaktionär Piech hatte vor kurzem seine Beteiligung von rund 15 Prozent an der Porsche SE mit einem Marktwert von über 1 Milliarden Euro an seinen Bruder Hans Michel Piech verkauft. Der Deal ist aber noch nicht abgeschlossen, daher kandidierte Piech nochmals für den Aufsichtsrat.

Piech saß nach seinem Abgang als VW-Chef bis 2015 im Aufsichtsrat. Damals verlor er den Machtkampf mit dem damaligen Vorstandschef Martin Winterkorn und musste aus dem VW-Kontrollgremium ausscheiden. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte kostete wenig später Winterkorn das Amt. Bei der Aufarbeitung des Skandals belastete Piech später diverse Aufsichtsräte, unter anderem auch seinen Cousin Wolfgang Porsche.

Mehr als 90 Prozent der gesamten Vermögenswerte der Porsche SE besteht allein aus der Beteiligung an der Volkswagen AG. Daher wird die finanzielle Entwicklung als auch der Aktienkurs maßgeblich von dem Abschneiden des Autokonzerns beeinflusst.

Auf der Porsche-Hauptversammlung wählten die Aktionäre auch Wolfgang Porsche, Ulrich Lehner, Hans Michel Piech, Ferdinand Oliver Porsche und Hans-Peter Porsche in den Aufsichtsrat. Wolfgang Porsche wurde im Anschluss zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums und Hans Michel Piech zu dessen Stellvertreter bestimmt.