Laut der Bild-Zeitung hat Ferdinand Piëch der Nominierung seiner beiden Nichten widersprochen. Ihm

Laut der Bild-Zeitung hat Ferdinand Piëch der Nominierung seiner beiden Nichten widersprochen. Ihm missfalle die Berufung angesichts mangelnder beruflicher Erfahrung. - Bild: VW

Nächste Runde im Machtkampf: Vor der Hauptversammlung von Volkswagen am Dienstag hält Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch das Unternehmen auf Trab.

Nachdem sich Piëch und seine Ehefrau Ursula am vergangenen Samstag aus dem Aufsichtsrat zurückgezogen haben, wurden am Donnerstag vom Amtsgericht in Braunschweig zwei Nichten Piëchs, Louise Kiesling und Julia Kuhn-Piëch, als Nachrückerinnen in das Kontrollgremium bestellt. Laut der Bild-Zeitung hat Piëch jedoch der Nominierung der beiden widersprochen. Ihm missfalle die Berufung angesichts mangelnder beruflicher Erfahrung. Stattdessen habe Piëch zwei familien- und unternehmensferne Manager vorgeschlagen.

Auf Piëchs Störfeuer reagiert der Aufsichtsrat empört. “Die Berufung ist wasserdicht und unverrückbar”, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Kreisen des Aufsichtsrats. Man habe großes Interesse daran, Piëchs Nachfolge anständig zu regeln. “Die Berufung der beiden Frauen war abgestimmt. Wir haben nach Ehre und Gewissen gehandelt”, heißt es. Bislang habe Piech seinem Widerspruch noch keine rechtlichen Schritte folgen lassen. Man traue ihm dies aber durchaus zu.

Volkswagen war für eine Stellungnahme zu den Berichten nicht zu erreichen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke