Marija Scharapowa

Nach Nike haben sich auch die Luxusmarken Porsche und TAG Heuer von Marija Scharapowa distanziert. - Bild: Porsche

Am Montag hatte die russische Weltklasse-Tennisspielerin zugegeben, bei einem Dopingtest im Rahmen der diesjährigen Australian Open positiv getestet worden zu sein.

Sowohl der Schweizer Uhrenhersteller TAG Heuer als auch der deutsche Sportwagenproduzent Porsche teilten mit, ihre Verträge mit Scharapowa auszusetzen. Der Sportartikelkonzern Nike hatte seinen Vertrag mit der Spielerin am Montag auf Eis gelegt.

Alle Veranstaltungen und Aktivitäten mit Scharapowa seien vorläufig eingestellt worden, sagte ein Porsche-Sprecher. Die Beziehungen zu der Spielerin seien aber noch nicht endgültig beendet worden, man wolle das Ergebnis des Verfahrens abwarten.

Scharapowa ist seit 2013 Markenbotschafterin für Porsche. Sie sollte im April beim Tennisturnier Porsche Grand Prix in Stuttgart auftreten.

Bis Ende letzten Jahres war sie laut einem Unternehmenssprecher auch bei TAG Heuer unter Vertrag. Man habe über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit Verhandlungen geführt, diese seien aber erst einmal ausgesetzt worden, so der Sprecher.

Scharapowa hatte am Montag mitgeteilt, dass sie positiv auf eine Substanz getestet wurde, die sie seit 10 Jahren einnahm und die erst kürzlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verboten wurde.

Das Medikament Meldonium war erst im September mit Wirkung zum 1. Januar auf die schwarze Liste gesetzt worden. Scharapowa sagte, sie sei im Dezember via E-Mail informiert worden, dass die WADA ihre Anti-Doping-Regeln angepasst hat. Sie habe die Liste der hinzugefügten Substanzen aber nicht geprüft. Sie übernahm die volle Verantwortung und entschuldigte sich bei den Fans.

"Ich habe einen riesigen Fehler gemacht", sagte sie bei einer kurzen Pressekonferenz am Montag in Los Angeles. "Ich will meine Karriere nicht so beenden und ich hoffe, dass ich noch eine Chance bekomme, das Spiel zu spielen."

Der Tennisweltverband sperrte Scharapowa vorläufig ab dem 12. März.