Arndt Neuhaus

Konzernumbau: RWE setzt Deutschland-Chef Neuhaus vor die Tür. - Bild: RWE

Der Aufsichtsrat von RWE Deutschland habe der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsmandates am Donnerstag zugestimmt. Die Aufgaben von Neuhaus wird demnach bis auf Weiteres der Finanzvorstand der Tochtergesellschaft, Bernd Böddeling, übernehmen.

Neuhaus war für das deutsche Vertriebs- und Netzgeschäft zuständig, das im Jahr 2014 fast die Hälfte des konzernweiten Betriebsergebnisses erwirtschaftete. Das bisher von Neuhaus verantwortete Geschäft soll künftig eine noch größere Rolle bei RWE spielen. Der Konzern will den Vertrieb und das Netzgeschäft gemeinsam mit den erneuerbaren Energien von der konventionellen Stromerzeugung trennen und in eine neue Aktiengesellschaft überführen. RWE plant, rund 10 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Ende dieses Jahres im Zuge einer Kapitalerhöhung an die Börse zu bringen.

Wer das neue Unternehmen leiten wird, will RWE in den nächsten Monaten bekanntgeben, wie Konzernchef Peter Terium Mitte Januar gesagt hatte.