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Mit Wirkung zum 1. August 2016 folgte Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl. Wirt.-Ing. Johannes Henrich Schleifenbaum dem Ruf auf den neu eingerichteten Lehrstuhl "Digital Additive Production DAP" der Fakultät für Maschinenwesen an der RWTH Aachen. - Bild: RWTH

Gemeinsam mit der RWTH Aachen, der FH Aachen und Industriepartnern bilden laut Mitteilung die Fraunhofer-Institute ILT und IPT auf internationaler Ebene ein starkes Netzwerk für die additiven Fertigungstechnologien. Neben dem im April 2016 eröffneten Cluster Photonik auf dem RWTH Aachen Campus, dem dort ansässigen "Aachen Center for Additive Manufacturing (ACAM)" sowie dem "BMBF-Forschungscampus DPP", ferner dem "Aachen Zentrum für 3D-Druck", einer BMBF-geförderten Forschungsgruppe des Fraunhofer ILT und der FH Aachen sowie zahlreichen weiteren Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft rundet der Lehrstuhl DAP das breite Angebot der Aachener FuE-Landschaft in diesem Bereich ab.  

Wissenstransfer

Mit dem neu gegründeten Lehrstuhl "Digital Additive Production DAP" wird die RWTH Aachen dem steigenden Bedarf aus Forschung und Industrie an Know-how für additive Produktionstechnologien gerecht, so die Mitteilung. Für Prof. Schleifenbaum steht bei seiner übergreifenden Tätigkeit die industrielle Verfügbarmachung von anwendungsorientierter Forschung klar im Vordergrund: "Neben Forschung und Ausbildung sind insbesondere die Applikationen und der Wissenstransfer in die Wirtschaft wichtig! Dafür bietet das kooperative Umfeld aus RWTH Aachen, der Fraunhofer-Gesellschaft und industriellen Partnern einen idealen Nährboden. So werden wir die produzierende Industrie nachhaltig stärken und kommen dem Anspruch unserer Partner nach, umsetzbare Lösungen zu generieren."

Der Weg für die industrielle Nutzbarmachung der FuE-Ergebnisse ist laut einer Mitteilung durch die Anbindung des neuen Lehrstuhls DAP an das Fraunhofer ILT über gemeinsame Industrieprojekte geebnet. Am 1. November 2016 übernahm Prof. Schleifenbaum am Fraunhofer ILT die Leitung des Kompetenzfeldes "Generative Verfahren und funktionale Schichten". Der Schwerpunkt dieser Abteilung mit weit mehr als 100 Mitarbeitern liegt in der stetigen Weiterentwicklung und industriellen Verfügbarmachung additiver Fertigungsprozessketten.

Dazu zählen u.a. die Entwicklung von Maschinen, die Planung von AM-Fabriken, die Entwicklung von Design- und Datentools für die additive Fertigung sowie umfassende Beratungsleistungen von der Bauteilberatung bis hin zur Business-Case Bewertung für die produzierende Industrie. Zudem treiben die Forscher des Kompetenzfeldes die Entwicklung von Laserverfahren zur Oberflächenbehandlung wie Dünnschichtverfahren, Wärmebehandlung und Polieren weiter voran.

Bevor Prof. Schleifenbaum bis Juli 2016 in übergreifender Verantwortung für den Bereich "Tool Shop Metals" bei der Phoenix Contact Gruppe tätig war, arbeitete er bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ILT. Dort promovierte er 2011 nach seinem Studium des Maschinenwesens und der Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen und der Ecole Centrale de Marseille im Bereich "Individualisierte Produktion".

"Für mich ist es eine spannende Herausforderung, künftig zur umfassenden Ausbildung von '3D-Druck-Experten' beitragen zu dürfen, damit die noch recht junge aber extrem spannende und aussichtsreiche Technologie an der Hochschule weiterentwickelt und gleichzeitig das Knowhow in den produzierenden Unternehmen genutzt werden kann", blickt Prof. Schleifenbaum seinen neuen Aufgaben entgegen. "Außerdem freue ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Fraunhofer ILT und der assoziierten Lehrstühle. Viele davon kenne ich noch aus meiner damaligen Zeit in Aachen."

ILT