Siemens Joe Kaeser

Kaeser hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Konzern wieder auf Kurs zu bringen. - Bild: www.siemens.com/presse

Die Gesamtvergütung Kaesers stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 auf 6,54 von 6,18 Millionen Euro, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Der Nettogewinn der Siemens AG stieg im Geschäftsjahr, das am 30. September endete, um ein Drittel, wie der Konzern im November mitgeteilt hatte. Die Dividende wurde um 20 Cent auf 3,50 Euro aufgestockt.

Die Botschaft bei der Bilanzpressekonferenz vor drei Wochen lautete aber, dass Siemens nach vorn blickt, dem schwierigen Umfeld trotzt und wieder wachsen will. Der Umsatz soll - bereinigt um Wechselkurseffekte - "moderat" zulegen.

Laut Geschäftsbericht sollen dazu alle Industriebereiche des Konzerns beitragen, mit einer Ausnahme: Die Division Process Industries and Drives, die in den vorherigen Quartalen wegen des schwierigen Umfelds und unter anderem der Investitionszurückhaltung der Kunden aus der Ölindustrie durch niedrige Auftragseingänge belastet wurde. Der Bereich bietet den Kunden aus der Industrie etwa Standardprodukte wie Motoren, Antriebe und Sensoren an, aber auch maßgeschneiderte Lösungen.

Kaeser hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Konzern wieder auf Kurs zu bringen. Nicht zuletzt soll der immense bürokratische Überbau verkleinert werden. Verschlankung ist das Stichwort, dem Siemens bereits mit dem Geschäftsbericht Rechnung trägt: Dieser ist mit 150 Seiten nur noch halb so dick wie im Vorjahr.