Schwache Unternehmenszahlen: Jens Schulte-Bockum, der Vorsitzende der Geschäftsführung von

Schwache Unternehmenszahlen: Jens Schulte-Bockum, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, wird das Unternehmen Ende des Quartals verlassen. - Bild: Vodafone

Jens Schulte-Bockum, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, wird das Unternehmen Ende des Quartals verlassen.

Hintergrund sei, dass das Unternehmen bei seinem Aufholrennen gegenüber der Deutschen Telekom weniger schnell vorankam, als der Mutterkonzern in London gehofft hatte, berichtet die Rheinische Post unter Verweis auf informierte Kreise. Schulte-Bockum, Jahrgang 1966, ist seit Oktober 2012 Chef der Düsseldorfer Vodafone Deutschland.

Vodafone Deutschland und die Muttergesellschaft in Großbritannien hatten am Dienstag schwache Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr berichtet. Bei Vodafone Deutschland war der Umsatz mit mobilen Diensten, der Erlöse aus dem Verkauf von Geräten ausklammert, im März-Quartal gegenüber dem Vorjahreswert um 3,2 Prozent zurückgegangen.

Die Deutsche Telekom hatte hier dagegen ein Plus von 2,8 Prozent, Telefonica Deutschland immerhin noch einen Anstieg von 1,5 Prozent gemeldet.

“Zeit, sich etwas Neuem zuzuwenden”

Der Mutterkonzern bedauerte das Ausscheiden des Deutschland-Chefs. CEO Vittorio Colao und Europa-Chef Philipp Humm lobten die Leistungen des Managers, der seit Oktober 2012 das Deutschland-Geschäft der Briten verantwortet. Schulte-Bockum begründete sein Ausscheiden damit, dass nun die Zeit sei, sich etwas “Neuem” zuzuwenden. “Ich bin mir sicher, dass Vodafone Deutschland der führende konvergente Premiumanbieter in Deutschland mit dem besten Kundenerlebnis wird”, sagte Schulte-Bockum.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke