Stefan Sommer wird VW-Chefeinkäufer

Stefan Sommer wird VW-Chefeinkäufer. - Bild: ZF

Darüber berichteten auch das "Handelsblatt" sowie "Auto Motor und Sport". Damit folgt der ehemalige ZF-Chef auf den langjährigen VW-Einkaufsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz, der Volkswagen auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Volkswagen äußerte zu der Personalie nur, dass es Sache des Aufsichtsrates sei, über die Nachfolge von Garcia Sanz zu entscheiden. Dieser wollte dem «Handelsblatt» zufolge am Montagabend tagen. Volkswagen würde damit eine Lücke im Konzernvorstand schließen. Fast alle Vorstandsmitglieder - bis auf zwei - wurden damit erst nach Bekanntwerden des Abgasskandals im September 2015 berufen. Auch Sommer kommt unbelastet nach Wolfsburg.

Der 55-Jährige hatte im vergangenen Dezember wegen eines Streits über die künftige Ausrichtung des Konzerns mit dem wichtigsten ZF-Eigentümervertreter – dem Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen – bei ZF hingeworfen. Sommer hatte den Chefposten bei dem Autozulieferer im Mai 2012 übernommen.

Jetzt erhält der Manager bei VW nicht nur mehr Macht als sein Vorgänger, auf den Zuliefer-Experten warten auch große Aufgaben: Im vergangenen Oktober war bekanntgeworden, dass Volkswagen die hausinternen Zuliefer- und Komponentenwerke in einer eigenen Sparte bündelt. Darüber hinaus sieht der im April vom neuen Konzernchef Herbert Diess angestoßene Konzernumbau vor, den Einkauf und die Komponentenwerke in der Einheit Beschaffung/Komponente zusammenzufassen. Damit soll der Konzern künftig weniger zentral geführt werden.

  • Gazprom ist weltweit betrachtet der größte Erdgasförderer und gehört definitiv zu den größten Firmen in Russland. Im Jahr 2015 beschäftigte das Unternehmen 467.400 Mitarbeiter und belegt somit im Ranking den 10. Platz.

    Platz 10: Gazprom ist weltweit betrachtet der größte Erdgasförderer und gehört definitiv zu den größten Firmen in Russland. Im Jahr 2015 beschäftigte das Unternehmen 467.400 Mitarbeiter und belegt somit im Ranking den 10. Platz. – Bild: Gazprom

  • Platz 9: Bei der ‚Agricultural Bank of China‘ arbeiteten im Jahr 2015 ganze 501.368 Menschen. Das beschert dem Finanzinstitut Platz 9 im Ranking der personalstärksten Unternehmen weltweit. Die Bank ist teils vom Staat China geführt und hat ihre Zentrale in Peking.

    Platz 9: Bei der ‚Agricultural Bank of China‘ arbeiteten im Jahr 2015 ganze 501.368 Menschen. Das beschert dem Finanzinstitut Platz 9 im Ranking der personalstärksten Unternehmen weltweit. Die Bank ist teils vom Staat China geführt und hat ihre Zentrale in Peking. – Bild: ABC

  • Platz 8: Im Jahr 2015 gab der ‚United States Postal Service‘ 574.349 Menschen einen Arbeitsplatz und belegt somit Platz 8. Die unabhängige Behörde der vereinigten Staaten besitzt das Monopol für bestimmte Postdienstleistungen. Sitz des Unternehmens ist Washington.

    Platz 8: Im Jahr 2015 gab der ‚United States Postal Service‘ 574.349 Menschen einen Arbeitsplatz und belegt somit Platz 8. Die unabhängige Behörde der vereinigten Staaten besitzt das Monopol für bestimmte Postdienstleistungen. Sitz des Unternehmens ist Washington. – Bild: USPS

  • Platz 7: Den 7. Platz hat sich ein deutsches Unternehmen geschnappt. So zählte der Autobauer Volkswagen über alle Werke weltweit verteilt 626.715 Mitarbeiter im Jahr 2015. Am Stammsitz Wolfsburg lief zudem jüngst das 45. Millionste Auto vom Band, wie auf dem Foto zu sehen ist.

    Platz 7: Den 7. Platz hat sich ein deutsches Unternehmen geschnappt. So zählte der Autobauer Volkswagen über alle Werke weltweit verteilt 626.715 Mitarbeiter im Jahr 2015. Am Stammsitz Wolfsburg lief zudem jüngst das 45. Millionste Auto vom Band, wie auf dem Foto zu sehen ist. – Bild: Volkswagen

  • Platz 6: Als Mischkonzern wird die Tata Group aus Indien bezeichnet. Für das Unternehmen arbeiteten im Jahr 2015 insgesamt 695.699 Menschen weltweit, sodass der Konzern es auf den 6. Platz im Ranking geschafft hat. Auch das Unternehmen ‚Tata Steel‘ – auf dem Bild zu sehen ist die Stahlherstellung – gehört zum Konzern.

    Platz 6: Als Mischkonzern wird die Tata Group aus Indien bezeichnet. Für das Unternehmen arbeiteten im Jahr 2015 insgesamt 695.699 Menschen weltweit, sodass der Konzern es auf den 6. Platz im Ranking geschafft hat. Auch das Unternehmen ‚Tata Steel‘ – auf dem Bild zu sehen ist die Stahlherstellung – gehört zum Konzern. – Bild: Tata

  • Platz 5: Der chinesische Konzern Sinopec zählte im Jahr 2015 ganze 713.288 Mitarbeiter und liegt somit auf Platz 5 im Ranking. Das Unternehmen ist im Öl- und Gassektor tätig und besitzt auch Raffinerien. In Nanjing produziert Sinopec in einem Joint-Venture gemeinsam mit der BASF zudem die Chemikalie Neopentylglykol, die zum Beispiel als Rohstoff für glasfaserverstärkte Kunststoffe dient.

    Platz 5: Der chinesische Konzern Sinopec zählte im Jahr 2015 ganze 713.288 Mitarbeiter und liegt somit auf Platz 5 im Ranking. Das Unternehmen ist im Öl- und Gassektor tätig und besitzt auch Raffinerien. In Nanjing produziert Sinopec in einem Joint-Venture gemeinsam mit der BASF zudem die Chemikalie Neopentylglykol, die zum Beispiel als Rohstoff für glasfaserverstärkte Kunststoffe dient. – Bild: Sinopec

  • Platz 4: Mit Foxconn belegt ein taiwanesisches Unternehmen den 4. Platz im Ranking der personalstärksten Unternehmen der Welt. Der Technologiekonzern geriet immer wieder in die Schlagzeilen, weil er seine Mitarbeiter nicht gut behandelte. Dennoch arbeiteten im Jahr 2015 rund 726.772 für das Unternehmen. Auf dem Bild zu sehen ist der sogenannte ‚Foxbot‘, ein von Foxconn entwickelter Roboter.

    Platz 4: Mit Foxconn belegt ein taiwanesisches Unternehmen den 4. Platz im Ranking der personalstärksten Unternehmen der Welt. Der Technologiekonzern geriet immer wieder in die Schlagzeilen, weil er seine Mitarbeiter nicht gut behandelte. Dennoch arbeiteten im Jahr 2015 rund 726.772 für das Unternehmen. Auf dem Bild zu sehen ist der sogenannte ‚Foxbot‘, ein von Foxconn entwickelter Roboter. – Bild: Foxconn

  • Platz 3: Den Bronzeplatz hat mit 926.027 Mitarbeitern im Jahr 2015 der chinesische Konzern ‚State Grid‘ inne. Das Energieunternehmen hat seinen Hauptsitz in Peking und zeichnet für einen Großteil des chinesischen Stromnetzes verantwortlich. Auf dem Bild zu sehen ist der offizielle Kick-Off zum ‚Central Tibet Grid Interconnection Project‘.

    Platz 3: Den Bronzeplatz hat mit 926.027 Mitarbeitern im Jahr 2015 der chinesische Konzern ‚State Grid‘ inne. Das Energieunternehmen hat seinen Hauptsitz in Peking und zeichnet für einen Großteil des chinesischen Stromnetzes verantwortlich. Auf dem Bild zu sehen ist der offizielle Kick-Off zum ‚Central Tibet Grid Interconnection Project‘. – Bild: State Grid

  • Platz 2: Mit 1.512.048 Mitarbeitern belegt ‚China National Petroleum‘ den Silberplatz im Ranking. Der chinesische staatliche Ölkonzern erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von 262,573 Milliarden US-Dollar.

    Platz 2: Mit 1.512.048 Mitarbeitern belegt ‚China National Petroleum‘ den Silberplatz im Ranking. Der chinesische staatliche Ölkonzern erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von 262,573 Milliarden US-Dollar. – Bild: China National Petroleum

  • Platz 1: Mit deutlichem Abstand gewinnt Walmart das Ranking der personalstärksten Unternehmen der Welt. So beschäftigte der Einzelhandels-Reise im Jahr 2015 weltweit 2.300.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen dominiert den Lebensmittelmarkt in den USA, hat sich jedoch aus Deutschland wieder zurückgezogen.

    Platz 1: Mit deutlichem Abstand gewinnt Walmart das Ranking der personalstärksten Unternehmen der Welt. So beschäftigte der Einzelhandels-Reise im Jahr 2015 weltweit 2.300.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen dominiert den Lebensmittelmarkt in den USA, hat sich jedoch aus Deutschland wieder zurückgezogen. – Bild: Walmart

Künftig ist Sommer also nicht nur für die Beschaffung, sondern auch für die Komponentenwerke zuständig. Zu der Sparte zählen weltweit 56 Fabriken etwa für Getriebe, Motoren und Fahrwerkelemente mit rund 80 000 Beschäftigten. Ziel der eigens geschaffenen Sparte ist es früheren Angaben zufolge, das interne Geschäft mit Bauteilen, die auch in Modellen von VW-Töchtern Verwendung finden, auch mit Blick auf die E-Mobilität effizienter zu machen. Ein Verkauf oder Börsengang sind nicht geplant.

Dafür dürfte die EU mit ihren Grenzwerten Sommer zu schaffen machen: Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte in der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung", die künftigen CO2-Grenzwerte könnten zahlreiche Arbeitsplätze in der Autoindustrie bedrohen. Bei Volkswagen würde dies vor allem die Komponentenwerke betreffen, wo Motoren oder Getriebe gebaut werden.

Laut Vorschlag der EU-Kommission soll der Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 für 2020 weiter gesenkt werden - um 15 Prozent bis 2025 und um 30 Prozent bis 2030. Führende Politiker wollten aber schärfere Bestimmungen von minus 50 Prozent oder minus 75 Prozent bis 2030, kritisierte Osterloh. "Wenn das im Europäischen Parlament so beschlossen wird, dann können wir das Autobauen in Deutschland vergessen." Das würde den Verlust von Zehntausenden von Arbeitsplätzen in der Autoindustrie bedeuten.

In der Sparte Beschaffung muss sich Sommer etwa mit dem weiter schwelenden Konflikt zwischen dem Wolfsburger Konzern und der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor mit deren Zuliefergruppe Prevent herumschlagen. Der neue VW-Einkaufschef muss künftig die Seite wechseln - und selber Druck auf Zulieferunternehmen aufbauen.

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