Wegen eines grippalen Infekts fehlt VW-Chef Martin Winterkorn entgegen der eigentlichen Planung in

Wegen eines grippalen Infekts fehlt VW-Chef Martin Winterkorn entgegen der eigentlichen Planung in China. - Bild: VW

Volkswagen-Vorstandschef Martin Winterkorn hat seine für Sonntag geplante Reise zu Asiens größter Automesse in Schanghai überraschend abgesagt.

Winterkorn habe sich wegen eines grippalen Infekts entschieden, in Deutschland zu bleiben, sagte ein Volkswagen-Sprecher. China-Chef Jochem Heizmann werde ihn vertreten. Heizmann hatte zuvor schon angedeutet, dass Winterkorns fest eingeplanter Auftritt auf der Kippe stehe.

Der Chef des weltweit zweitgrößten Autoherstellers war erst am Freitag als Sieger aus einem Machtkampf mit dem Konzernaufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch hervorgegangen.

Piëch war zuvor öffentlich von Winterkorn abgerückt. “Ich bin auf Distanz zu Winterkorn”, sagte er und löste damit Spekulationen über einen schnellen Abgang des Konzernchefs aus. Im Aufsichtsratspräsidium, das sich am Donnerstag zu einer Sondersitzung traf, setzten sich aber die Unterstützer Winterkorns durch. Das Gremium ließ daraufhin mitteilen, der Konzernchef sei “der bestmögliche Vorsitzende des Vorstands”. Winterkorn habe “die uneingeschränkte Unterstützung” des Aufsichtsratspräsidiums, hieß es in der Mitteilung des Gremiums weiter.

Winterkorn sollte nach seinen ursprünglichen Reiseplänen am Sonntagabend in Schanghai während einer Abendveranstaltung vor Journalisten sprechen. Am Montag beginnt in der chinesischen Stadt die alle zwei Jahre stattfindende Automesse.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke