Im Strafverfahren gegen die Ex-Porsche-Vorstände Wiedeking und Härter hat das LG Stuttgart für

Im Strafverfahren gegen die Ex-Porsche-Vorstände Wiedeking und Härter hat das LG Stuttgart für den Sommer und Herbst zahlreiche Termine anberaumt. - Bild: UnitedPictures

Im Strafverfahren gegen die Ex-Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter wegen des Vorwurfs der informationsgestützten Marktmanipulation hat das LG Stuttgart für den Sommer und Herbst zahlreiche Termine anberaumt.

Der erste Verhandlungstag ist für Freitag, den 31. Juli, bestimmt. Mehr als 20 weitere Termine bis Ende Oktober stehen ebenfalls schon fest. Es liege derzeit jedoch noch keine Entscheidung über zu ladende Zeugen oder Sachverständige vor, teilte das Gericht weiter mit.

Das Verfahren geht zurück auf die verpatzte VW-Übernahme durch Porsche im Jahr 2008, als Wendelin Wiedeking Vorstandschef des Sportwagenherstellers war und Holger Härter das Finanzressort führte.

Ein Großteil der Gerichtsverfahren, die dann folgten, sind Schadensersatzklagen von diversen Hedgefonds, die sich vorwiegend gegen die Porsche SE und teilweise auch gegen Volkswagen richten.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte sich jedoch auch in strafrechtlichen Prozessen der damaligen Manager angenommen, bisher jedoch mit mäßigem Erfolg. Finanzchef Härter wurde wegen Kreditbetrugs zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Vorwurf der Untreue wurde frühzeitig wieder fallengelassen.

Das aktuelle Verfahren wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation zieht sich bereits seit einigen Jahren hin. So hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart bereits im Dezember 2012 ihre Anklage eingereicht. Das Landgericht prüfte die Anklage und entschied schließlich im vergangenen Frühjahr, den Fall gar nicht erst zum Hauptverfahren zuzulassen. Das Oberlandesgericht hob diese Entscheidung nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft auf und eröffnete das Hauptverfahren.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht