Die Ex-Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking (li.) und Holger Härter (re.) müssen sich doch erst

Die Ex-Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking (li.) und Holger Härter (re.) müssen sich doch erst im Herbst vor Gericht verantworten. - Bild: United Pictures

Wie das Landgericht Stuttgart am Donnerstag mitteilte, wurden die bereits festgelegten Termine im Verfahren wegen des Vorwurfs der informationsgestützten Marktmanipulation aufgehoben.

Das Gericht begründete diese Entscheidung mit einer weiteren Anklage, ebenfalls wegen des Vorwurfs der informationsgestützten Marktmanipulation gegen die beiden Manager, die die Staatsanwaltschaft Stuttgart erst vor kurzem noch zusätzlich eingereicht hatte. “Die zuständige Wirtschaftsstrafkammer sah es wegen der personellen und thematischen Überschneidung in beiden Verfahren als allein sachdienlich und vor allem verfahrensökonomisch an, beide Anklagen zu verbinden und gemeinsam zu verhandeln”, hieß es in der Erklärung des Gerichts.

Vorwurf der informationsgestützten Marktmanipulation

Ursprünglich war das ältere der beiden Verfahren ab Ende Juli über viele Wochen bis in den Herbst hinein bereits terminiert worden. Das Gericht rechnet nun damit, dass das gemeinsame Verfahren voraussichtlich erst im Herbst beginnen wird.

Die Verteidiger der beiden Manager äußerten sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung weiterhin zuversichtlich. “Die Hauptverhandlung wird ergeben, dass die in beiden Anklagen erhobenen Vorwürfe ausnahmslos unbegründet sind”, heißt es in der Mitteilung. Die Verteidigung habe sich mit der Strafkammer darauf geeinigt, ab Ende Oktober über beide Anklagen zu verhandeln.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem weiterhin gegen die Mitglieder des Aufsichtsrats wegen eines Beihilfeverdachts. In einem früheren Prozess hat das Landgericht Stuttgart den Ex-Porsche-Finanzchef Härter schon zu einer Geldstrafe wegen Kreditbetrugs verurteilt. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke