Martin Winterkorn bleibt nur noch das Aufsichtsratsmandat beim Fußball-Klub FC Bayern München.

Martin Winterkorn bleibt nur noch das Aufsichtsratsmandat beim Fußball-Klub FC Bayern München. Foto: pixabay/Andy03

Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR ist damit in den nächsten Tagen zu rechnen. Winterkorn ist derzeit noch Aufsichtsratschef bei Audi und bei der Lkw-Tochter von VW sowie Aufsichtsrat beim Sportwagen-Hersteller Porsche.

Vor allem aber hat der langjährige Top-Manager noch den Chefposten bei der Porsche SE Holding inne. Das ist eine Finanz-Gesellschaft, in der die Familien Porsche und Piech ihre Anteile an der Volkswagen AG gebündelt haben. Die beiden Familien sind über diese Holding Hauptaktionäre des Autokonzerns, den sie so steuern können. Bliebe Winterkorn Chef der Familien-Holding, dann hätte er weiterhin großen Einfluss auf Volkswagen und auch auf Matthias Müller, seinen Nachfolger als Vorstandsvorsitzender bei VW. Müller ist in der Holding Vorstand für Strategien und Unternehmensentwicklung und hat dort Winterkorn derzeit noch als Chef vor sich.

Aus Konzernkreisen heißt laut Bericht, Winterkorn habe seine Lage analysiert und werde sich nun vollständig zurückziehen. Zuvor müssten noch einige Formalien geklärt werden. Das Land Niedersachsen, zweitgrößter Aktionär von Volkswagen, hatte Winterkorn zu verstehen gegeben, dass er aus allen Ämtern ausscheiden müsse. Den "kompletten Rückzug" hatten auch Vertreter der IG Metall verlangt, die bei VW eine wichtige Rolle spielt. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Sein Aufsichtsratsmandat beim Fußball-Klub FC Bayern München will Winterkorn aber behalten. Darum soll ihn Klubchef Karlheinz Rummenigge gebeten haben. Dieses Mandat ist nicht an VW gekoppelt.