Julius Bär

Schweizer Bank Julius Bär einigt sich mit US-Behörden. Foto: Julius Bär.

Die dafür vorgesehenen Rückstellungen stockte die Bank von 350 Millionen auf 547 Millionen US-Dollar auf, wie sie am Mittwoch mitteilte. Mit einer endgültigen Einigung rechnet die Julius Baer Group AG im ersten Quartal des kommenden Jahres.

Die Rückstellungen werde in den Finanzergebnissen für 2015 verbucht. Trotz der Belastung erwartet Julius Bär im Gesamtjahr einen bereinigten Nettogewinn.

Julius Bär gehört zu den etwa ein Dutzend Schweizer Banken, gegen die die USA seit 2011 wegen der mutmaßlichen Beihilfe zur Steuerhinterziehung von US-Bürgern ermitteln. Deren nicht deklarierte Konten waren jahrelang durch das strikte Schweizer Backgeheimnis geschützt. Die Großbank Credit Suisse hat im vergangenen Jahr eine ähnliche Ermittlung mit einem Schuldeingeständnis und der Zahlung von 2,6 Milliarden US-Dollar beigelegt.

Im Mai hatte das Wall Street Journal berichtet, dass Julius Bär sich einer Einigung mit den US-Behörden nähere. Die Bank könne dabei auf eine mildere Strafe hoffen, weil sie bereits im Jahr 2009 bereit gewesen sei, dem US-Justizministerium Informationen über Konten von US-Kunden zur Verfügung zu stellen. Die Bemühungen wurden seinerzeit aber von der Schweizer Finanzaufsicht Finma blockiert.

Damals hatten Analysten mit einer Strafe von bis zu 900 Millionen Dollar gerechnet. Im Juni hatte die Bank mit ihrer Ankündigung, 350 Millionen Dollar für eine Einigung im Steuerstreit zurückzustellen, aber für eine Anpassung der Erwartungen gesorgt.