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ABB behält seine Stromnetzsparte und will seine Organisationsstruktur neu ausreichten. - Bild: ABB

Der Konzern will sich auf die vier Divisionen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, Industrieautomation und Stromnetze stützen. Zudem will ABB erneut für Milliarden eigene Aktien zurückkaufen. Bis 2019 will der Konzern dafür 3 Milliaren Dollar investieren.

Zum Zankapfel Stromnetze erklärte ABB, dass die Transformation der Division Stromnetze unter dem Dach von ABB den größtmöglichen Wert für die Aktionäre schaffe - verglichen mit anderen Optionen. Vor einem Jahr hatte der ABB-Chef Ulrich Spiesshofer gesagt, ein Verkauf der Stromnetzsparte werde geprüft.

Die beiden aktivistischen Investmentfonds Cevian Capital und Artisan Partners wollten, dass ABB in seine Einzelteile zerlegt wird. Sie argumentieren, dass durch eine Ausgliederung der Stromnetzsparte der Wert für die Aktionäre steigen würde. Ein Spin-Off würde den "Shareholder Value um bis zu 60 Prozent erhöhen" - die Aktie würde auf etwa 35 Schweizer Franken steigen, hatte Cevian-Mitgründer Lars Förberg erklärt.

Der schwedische Investor ist mit einer Beteiligung von rund 5,4 Prozent der zweitgrößte Aktionäre von ABB. Artisan Partners Limited Partnership hält 2,5 Prozent an den Schweizern.

Die Stromnetzsparte ist die größte und traditionsreichste Division von ABB. Für die Zukunft des Konzerns könnte sie zentral sein: Intelligente Stromnetze spielen bei Solar- und Windstrom eine Schlüsselrolle. Die Stromnetzsparte von ABB erzielte in den ersten sechs Monaten ein operatives Ergebnis von 452 Millionen Schweizer Franken bei Erlösen von 5,3 Milliarden Franken. Das sind knapp ein Drittel der Gesamterlöse von ABB.