So stellt sich ABB die Roboterfabrik in Shanghai vor.

Die neue Produktionsstätte Kangqiao befindet sich in der Nähe des bereits bestehenden, weitläufigen ABB Robotikcampus. In dem neuen Werk will ABB digitale Technologien zur fortschrittlichsten und ökologisch nachhaltigsten "Fabrik der Zukunft" kombinieren. Der Betrieb wird voraussichtlich Ende 2020 aufgenommen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Darüber hinaus haben ABB und die Stadtverwaltung von Shanghai eine strategische Kooperationsvereinbarung unterschrieben, mit der Industrie, Energiewirtschaft, Transport und regionale Infrastruktur sowie die „Made in Shanghai“-Produktionsinitiative untersützt werden sollen. Die Vereinbarung wurde von Shanghais Bürgermeister Ying Yong und dem CEO von ABB, Ulrich Spiesshofer, unterzeichnet.

"Chinas Engagement zur Veränderung seiner Fertigungsindustrie ist vorbildhaft für die übrige Welt", sagte Spiesshofer. "So wie es die neuesten Technologien der Künstlichen Intelligenz, fortschrittliche Robotik und Cloud-basiertes Computing einbezieht, sollte das in den Strategiebüchern aller Länder stehen, die eine global wettbewerbesfähige Produktionsbasis schaffen wollen. Shanghai ist für ABB und die ganze Welt zu einem vitalen Zentrum für fortschrittliche Technologieführerschaft geworden. Hier begann vor zwei Jahrzehnten die Entwicklung von ABB zum führenden Roboterhersteller in China. Wir freuen uns zum Start dieser bedeutenden Erweiterung unserer Präsenz auf die Zusammenarbeit mit Shanghais Bürgermeister Ying Yong, anderen Führungskräften der Gemeinde sowie unseren Kunden."

China ist der größte Robotikmarkt der Welt. Mit insgesamt fast 138.000 Einheiten wurde 2017 jeder dritte Roboter weltweit nach China verkauft. Heute beschäftigt ABB rund 5.000 Mitarbeiter in Shanghai und mehr als 2.000 Ingenieure, Technologie-Experten und Projekt-Verantwortliche an 20 Robotik-Standorten im ganzen Land.

Seit 1992 hat ABB insgesamt mehr als 2,4 Milliarden Dollar in China investiert und beschäftigt im Reich der Mitte insgesamt 18.000 Mitarbeiter. 

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Flexible und agile Automationslösungen

Die neue Fabrik in Shanghai wird über selbstlernende Maschinen sowie digitale und kollaborative Lösungen verfügen, die sie zu einer der fortschrittlichsten, automatisiertesten und flexibelsten Fabriken in der Robotikindustrie machen werden, heißt seitens des Unternehmens. Ein am Betriebsgelände integriertes Forschungs- und Entwicklungslabor werde die Innovationszyklen im Bereich der Künstlichen Intelligenz beschleunigen.

Im Rahmen der neuen, von ABB vor kurzem vorgestellten Portfoliostrategie, wird der neue Standort dazu beitragen, die Roboterproduktion sowohl in der Breite (Roboter-Typen) als auch in der Tiefe (Varianten zu jedem Roboter-Typ) zu erweitern.

Damit werden laut ABB umfassendere und schnellere Anpassungen an die Bedürfnisse der Kunden möglich. Mit diesem erweiterten Robotikangebot könne der Roboterhersteller eine nahezu unlimitierte Anzahl an maßgeschneiderten Lösungen bereitstellen.

"Mit dieser Fabrik setzen wir genau den Rat um, den wir auch unseren Kunden jeden Tag geben: Investiert in flexible und agile Automationslösungen, um mit jeder erdenklichen Entwicklung des Marktes wachsen zu können", sagte Sami Atiya, Präsident der ABB-Division Robotics and Motion.

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Digitaler Zwilling der Fabrik

Von der neuen Fabrik in Shanghai wird ABB einen digitalen Zwilling schaffen. Mit den ABB Ability Connected Services werden beispielsweise Informationen über den Zustand und die Leistung von ABB Robotern in der Fabrik gesammelt und analysiert, um potentielle Störungen frühzeitig erkennen und kostenintensive Betriebsausfälle vermeiden zu können.

Darüber hinaus wird die Fabrik eine flexible Raumaufteilung haben, die auf miteinander verbundenen Automationsinseln anstelle fixer Fertigungslinien basiert. In der gesamten Fabrik werden automatisierte Logistiklösungen von ABB eingesetzt werden, darunter auch automatisch gesteuerte Fahrzeuge, die Robotern selbstständig auf ihrem Weg durch die Produktion folgen und sie mit Teilen von lokalen Stationen versorgen können. So kann die Produktion ohne zusätzliche Kapazitätserweiterungen an Veränderungen im chinesischen Roboter-Markt angepasst und skaliert werden.

Per Vegard Nerseth, Managing Director des Geschäftsbereichs Robotics bei ABB: "Es gibt eine starke Verschiebung, weg von der Betrachtung von Fabriksgrössen und Wachstumsinvestitionen, um künftige Anforderungen erfüllen zu können. Das Konzept hinter unserer neuen Fabrik ist, die intelligenteste und flexibelste Nutzung von jedem Quadratmeter Produktionsfläche zu ermöglichen. Dazu kombinieren wir agile Automationslösungen mit den grossartigen Fähigkeiten unserer Mitarbeitenden."

Um den Trend zur individualisierten Massenfertigung zu unterstützen, wird das neue Werk in Shanghai ABBs SafeMove2 Software umfassend nutzen. Sie ermöglicht Menschen und Robotern, sicher in unmittelbarer Nähe zueinander zu arbeiten.

Automatisierungsquote: Wo arbeiten die meisten Roboter?

Global betrachtet arbeiten im Schnitt 74 Roboter pro 10.000 Mitarbeiter in der Fertigungsindustrie. Das gab die International Federation of Robotics (IFR) in der jüngsten Statistik bekannt. Klicken Sie sich durch und sehen Sie, wie die Roboterdichte laut IFR weltweit verteilt ist.