Bild: Baldor Electric

Bild: Baldor Electric

ZÜRICH (Dow Jones/ks)–Erst im Mai hatte ABB die Übernahme des amerikanischen Softwareunternehmens Ventyx für über 1 Mrd Dollar angekündigt. Im September hatte ABB-CEO Joe Hogan gesagt, ABB habe für mögliche Übernahmen eine prall gefüllte Kasse. “Wir besitzen 5 Mrd Dollar Cash für Akquisitionen”, erklärte Hogan seinerzeit. Das Interesse liege speziell bei jenen Nischen, die das derzeitige Technologieportfolio des Konzerns ergänzten und erweiterten.

“Mit der Übernahme von Baldor Electric schließen wir eine Lücke beim Automation-Geschäft in Nordamerika und das wird den Konzern zum führenden Marktteilnehmer im nordamerikanischen Industrie-Motor-Geschäft machen…”, erklärte ABB weiter. Baldor Electric beschäftigt an die 7.000 Mitarbeiter und generierte in den ersten neun Monaten 2010 ein operatives Ergebnis von 184 Mio Dollar. Das war 30% mehr als in der Vorjahresperiode.

Der Board von Baldor Electric habe zugestimmt. Das gesamte Transaktionsvolumen liegt bei 4,2 Mrd Dollar inklusive der Übernahme der Schulden von Baldor von 1,1 Mrd Dollar. ABB sieht durch die Übernahme von Baldor Electric Kostensynergien von mehr als 100 Mio Dollar jährlich. Bei den Umsatzsysnergien erwarten die Schweizer mindestens 100 Mio Dollar im Jahr.

Mit 63,50 Dollar je Anteilsschein zahlen die Schweizer einen Aufschlag von 41% zum Schlusskurs der Baldor-Aktie am 29. November. Baldor Electric werde ihren Aktionären raten, das Angebot anzunehmen, hieß es weiter von ABB. Mit einem Abschluss der Transaktion rechnet ABB im ersten Quartal 2011.

ABB mit Sitz in Zürich ist ein Konzern der Energie- und Automationstechnik. ABB beschäftigt etwa 117.000 Mitarbeiter in rund 100 Ländern.