Alexander Dobrindt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) bezeichnete das Verhalten von Fiat als "unkooperativ" und "völlig unverständlich". - Bild: VW

Fiat habe einen für den heutigen Donnerstag anberaumten Termin kurzfristig per Anwaltsschreiben abgesagt und verweigere sich zunächst weiteren Gesprächen mit deutschen Behörden, teilte das Ministerium mit.

Der Autokonzern bestehe unter anderem darauf, dass für die Frage, ob Fiat-Fahrzeuge die europarechtlichen Abgas-Vorschriften einhalten, allein italienische Behörden zuständig seien und berufe sich dabei auf europäisches Verfahrensrecht.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) bezeichnete das Verhalten von Fiat als "unkooperativ" und "völlig unverständlich". "Hier stehen konkrete Vorwürfe im Raum", erklärte er laut Mitteilung. "Es wäre angemessen, wenn Fiat gegenüber der Untersuchungskommission dazu Stellung nehmen würde."

Das KBA werde Unterlagen mit Messergebnissen an die italienische Typgenehmigungsbehörde übersenden. Die Behörde hat nach dem Abgasskandal bei Volkswagen Nachprüfungen bei Dieselfahrzeugen in- und ausländischer Hersteller durchgeführt. Laut Medienberichten hatte die Behörde dabei Hinweise auf eine Art Zeitschaltuhr bei Fiat-Fahrzeugen gefunden.