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Volkswagen kappt wegen des Manipulations-Skandals um Abgaswerte die Gewinnprognose für das aktuelle Jahr. - Bild: VW

Der Konzern stelle im dritten Quartal rund 6,5 Milliarden Euro ergebniswirksam zurück. Die Ergebnisziele des Konzerns für das Jahr 2015 würden entsprechend angepasst. Zudem teilte der Automobilbauer am Dienstag mit, dass weltweit elf Millionen Fahrzeuge mit Motoren vom Typ EA 189 auffällig seien.

Aufgrund der laufenden Untersuchungen unterliege die angenommene Rückstellung jedoch Einschätzungsrisiken, hieß es weiter. Bisher hatte Volkswagen auf Konzernebene eine operative Gewinnspanne zwischen 5,5 und 6,5 Prozent vorausgesagt. Der Konzernumsatz sollte zudem bisher um bis zu 4 Prozent steigen. Für die PKW-Sparte ging das Management bisher von einer Gewinnspanne zwischen 6,0 und 7,0 Prozent aus.

Volkswagen treibe die Aufklärung von Unregelmäßigkeiten einer verwendeten Software bei Diesel-Motoren mit Hochdruck voran, teilte der Konzern weiter mit. Die aktuell in der Europäischen Union angebotenen Neuwagen mit Dieselantrieb EU 6 aus dem Volkswagen Konzern erfüllten die gesetzlichen Anforderungen und Umweltnormen. "Die beanstandete Software beeinflusst weder Fahrverhalten, Verbrauch noch Emissionen", hieß es in der Mitteilung.

Die Aktie von VW gerät mit den neuen Informationen weiter massiv unter Druck. Aktuell liegt das Papier 16,4 im Minus bei 110,40 Euro.