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Ein langjähriger Volkswagen-Mitarbeiter gab am Freitag ein Schuldgeständnis bei einem Bezirksgericht in Detroit ab und erklärte sich zur Zusammenarbeit mit den US-Behörden bereit. - Bild: VW

Der Ingenieur, James Liang, habe sich bereit erklärt, im Rahmen der Untersuchung mit den Behörden zusammenzuarbeiten, sagte ein Vertreter des US-Justizministeriums.

In der am Freitag enthüllten Anklageschrift wird Liang beschuldigt, zur Verletzung der US-Umweltgesetze ("Clean Air Act") beigetragen zu haben. In einem früheren Prozess war er als ein Entwickler des sogenannten "Defeat Device" aufgeführt worden, einer Vorrichtung zur Manipulation von Abgaswerten.

Nach Angaben des Ministeriums räumte der Ingenieur ein, am Konzernsitz in Wolfsburg und später in den USA Teil einer fast zehn Jahre andauernden Verschwörung gewesen zu sein. Ziel sei es gewesen, durch die Entwicklung spezieller Software zur Manipulation von Emissionstests US-Behörden und Kunden hinters Licht zu führen. Er sei von 1983 bis 2008 bei der Volkswagen AG in Wolfsburg angestellt gewesen und sei danach in die USA gezogen, um bei der "Clean Diesel" genannten Marktoffensive des Konzerns mitzuarbeiten.

Der Konzern muss sich derzeit wegen Manipulation in einem strafrechtlichen Verfahren in den USA verantworten. In einem zivilen US-Verfahren erzielte Volkswagen im Juli diesen Jahres bereits einen Vergleich mit Behörden und Kunden. Dieser kostet den Konzern 15 Milliarden Dollar.

Mit Material von tagesschau.de