Batteriehersteller

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen gegen zwei Hersteller von Industriebatterien und deren Verantwortliche verhängt. - Bild: Pixabay

Eingeleitet wurde das Verfahren mit einer branchenweiten Durchsuchung im April 2014 infolge eines Kronzeugenantrages der Exide Technologies GmbH, Büdingen, gegen die in Anwendung der Bonusregelung des Bundeskartellamtes keine Geldbuße verhängt wurde.

Abgesprochen hätten sich die Unternehmen beim so genannten Metallteuerungszuschlag, ein an sich zulässiges Instrument, um Änderungen der Rohstoffpreise quasi automatisch und ohne jeweils neue Verhandlungen in den Abgabepreis von Produkten einfließen zu lassen. Der Lieferant kann so sein Rohstoffpreisrisiko auf den Abnehmer abwälzen. Eindeutig unzulässig sei allerdings, dass sich Lieferanten untereinander abstimmen, einen solchen Zuschlag branchenweit als Standard einzuführen bzw. beizubehalten und damit den Wettbewerb um andere Preismodelle auszuschalten, monierte das Kartellamt.

Im Einzelnen hatten die Unternehmen sich Anfang 2004 vor dem Hintergrund steigender Bleipreise darüber abgesprochen, beim Vertrieb von Stationärbatterien im Inland den Zuschlag durchgängig anzuwenden. Darüber hinaus bestand im Zeitraum vom September 2012 bis März 2014 zwischen den Unternehmen Exide, Hawker und Hoppecke ein Einvernehmen beim Vertrieb von Traktionsbatterien.