DAF

Fünf Lkw-Hersteller - DAF, MAN, Volvo, Daimler und Iveco - werden wegen unerlaubter Absprachen zur Kasse gebeten. - Bild: DAF

Nach Ansicht der Kartellwächter haben sich die Lkw-Hersteller bei der Preisgestaltung und bei der Einführung neuer Emissionstechnologien abgesprochen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sprach von einem "ernsten Vergehen". Die Rekordstrafe sei eine "klare Botschaft an Unternehmen, dass Kartelle nicht akzeptiert werden".

Laut Kommission haben sich MAN, Volvo, Daimler, die Paccar-Tochter DAF und die zu CNH Industrial gehörende Iveco 14 Jahre lang zwischen 1997 und 2011 bei Preisen mittelschwerer und schwerer Lkw abgesprochen.

Am härtesten trifft es mit einer Strafe von rund 1 Milliarde Euro Daimler, gefolgt von DAF mit 753 Millionen Euro. Volvo muss rund 670 Millionen Euro berappen, Iveco rund 500 Millionen Euro. MAN entgeht einer Strafe von rund 1 Milliarde Euro, weil die Volkswagen-Tochter das Kartell bei der Kommission angezeigt hatte. Wie die Kommission weiter mitteilte, haben alle Hersteller ihre Verwicklung eingestanden.

Die EU-Kommission hat den Lkw-Herstellern die Beschwerdepunkte im November 2014 formal übermittelt, mehrere Jahre nachdem die Ermittlungen bereits begonnen hatten. Auch gegen Scania wurde eine Untersuchung eingeleitet. Das schwedische Unternehmen, das ebenfalls zum VW-Konzern gehört, sei aber nicht Teil des nun erzielten Abschlusses. Die Ermittlungen gegen Scania liefen weiter.