Der Chiphersteller Advanced Micro Devices hat seinen Verlust im zweiten Quartal deutlich

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices hat seinen Verlust im zweiten Quartal deutlich ausgeweitet. Der Konzern hat mit einem schrumpfenden Markt für Personal Computer zu kämpfen. - Bild: AMD

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices hat seinen Verlust im zweiten Quartal deutlich ausgeweitet. Der Umsatz brach um 35 Prozent ein. Der Konzern hat mit einem schrumpfenden PC-Markt zu kämpfen.

Der Nettoverlust stieg auf 181 Millionen US-Dollar oder 23 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte AMD unter dem Strich einen Verlust von 36 Millionen oder 5 Cent je Aktie ausgewiesen. Bereinigt unter anderem um Aktienvergütungen lag das Minus bei 17 Cent je Anteil. Der Umsatz sank auf 942 Millionen von 1,44 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Verlust von 17 Cent bei Einnahmen von 950,5 Millionen Dollar erwartet.

Die Bruttomarge verringerte sich im Jahresvergleich um sieben Prozentpunkte auf 25 Prozent.

Rückgang des PC-Marktes

Für das laufende dritte Quartal erwartet der Intel-Wettbewerber aber einen Umsatzanstieg zwischen 3 und 9 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal. Die AMD-Aktie legte nachbörslich um 2,1 Prozent auf 1,91 Dollar zu.

AMD hat versucht, sein Geschäft zu diversifizierten, etwa mit der Entwicklung von Chips für Spielesysteme. Aber PC-Chips sind weiterhin das Hauptgeschäft des Konzerns, auch wenn sein Marktanteil dramatisch eingebrochen ist. Auch ist AMD von einer Reihe wichtiger Großkunden abhängig. 2014 erzielte der kleinere Intel-Rivale allein mit fünf Kunden rund 61 Prozent seines Umsatzes. Dabei entfielen jeweils mehr als 13 Prozent auf Hewlett-Packard, Microsoft und Sony.

Auch Intel macht der Rückgang des PC-Marktes zu schaffen. Der Chiphersteller wies am Mittwoch für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang um 3,2 Prozent auf 2,71 Milliarden Dollar aus. Der Umsatz reduzierte sich um 4,6 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke