Frauke Petry

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry bei Maybritt Illner. Bild: ZDF/Screenshot

"Es ist überhaupt nicht auszuschließen, dass der teilweise hohe Zuspruch für rückwärtsgewandte Parteien wie AfD oder Linke Investoren abschreckt", sagt BDI-Chef Ulrich Grillo.

Und auch beim Technologiekonzern Bosch ist man offenbar beunruhigt über die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD) bei den jüngsten Landtagswahlen. "Als internationales und global agierendes Unternehmen setzen wir uns dafür ein, dass Baden-Württemberg ein weltoffenes Land bleibt", so ein Sprecher gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Die Leser von Produktion sehen das jedoch größtenteils anders: Auf die Frage 'Schadet der AfD-Wahlerfolg der deutschen Industrie?' antworteten drei Viertel der Befragten mit 'Nein'.

Umfrage AfD
An der Umfrage "Schadet der AfD-Erfolg der deutschen Industrie?" von Produktion haben 102 Leser teilgenommen.

"Befürchtungen ungerechtfertigt"

Die Begründungen fallen unterschiedlich aus: "Die Befürchtungen sind ungerechtfertigt. Die AfD vertritt wirtschaftsfreundliche Positionen, etwa zur Erbschafts- und Umsatzsteuer", argumentiert einer der Befragten.

Ein anderer sagt: "Konservativ-liberale Positionen schaden nicht der Wirtschaft, ganz im Gegenteil. Das Wirtschaftsprogramm der AfD ist deutlich industriefreundlicher als das der Regierung in Bezug auf Arbeitsmarkt, Energiepolitik, Bildungspolitik, Zuwanderung von Fachkräften statt Analphabeten".

Enige sehen die AfD-Erfolge hingegen als Denkzettel für die etablierten Parteien und als kurzfristige Erscheinung. Sorgen bereitet einigen Befragten unter anderem eine befürchtete Abnahme der deutschen Weltoffenheit durch die AfD. "Ausländische Fachkräfte könnten abgeschreckt werden", warnt ein Leser.