Wachstumsmärkte, Afrika, Australien, Maschinenbau

Um 14,3 % stiegen die Ausfuhren deutscher Maschinenbauer nach Afrika in den ersten sieben Monaten. - Bild: Fotolia, artnature

Um real 3,4 % gingen die Maschinenexporte aus Deutschland zwischen Januar und Juli 2016 zurück. Damit lieferten die Branchenfirmen nur noch Produkte im Wert von 89,3 Mrd Euro gegenüber 91,8 Mrd Euro im Vorjahreszeitraum.

Besonders die Ausfuhren in den Nahen und Mittleren Osten brachen in den ersten sieben Monaten des Jahres ein: um 16,3 %. Nach Ostasien wurden 12,1 % weniger Maschinen verkauft, nach Lateinamerika 10 % weniger und auch die Exporte nach Nordamerika gingen um 2,9 % zurück. Leichte Zuwächse verzeichneten die Maschinenbauer beim Export in die EU-28-Länder und nach Gesamteuropa: Um 0,1 % erhöhten sich dort die Ausfuhren.

Maschinenexport nach Afrika steigt um 14,3 %
Die größten Wachstumssprünge stellte der VDMA in Afrika und Australien-Ozeanien fest, wo die Unternehmen 14,3 % beziehungsweise 5,2 % mehr Maschinen verkauften.

Künftig hätten die Maschinenbauer bei Technologien, die automatisierungsnah sind, die zu Effizienzsteigerungen führen, die größten Chancen, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers gegenüber Produktion. Damit habe man in einem nicht so dynamisch wachsenden Umfeld ein gutes Verkaufsargument. Er stellt in den europäischen Nachbarländern und in den USA leichte Wachstumsimpulse fest. Und selbst in einigen Schwellenländern rege sich die Nachfrage.