Wegen der Stornierung des Großauftrages im Juli durch Skymark stellt Airbus bis zu 700 Millionen

Wegen der Stornierung des Großauftrages im Juli durch Skymark stellt Airbus bis zu 700 Millionen Dollar in Rechnung. - Bild: Airbus

Der Wettlauf um die Abwertung der eigenen Währungen hat Kollateralschäden: Die drittgrößte japanische Airline Skymark stellte am Mittwoch Antrag auf Gläubigerschutz.

Die Kette der unglücklichen Umstände liest sich so: Im Jahr 2011 bestellte die Fluggesellschaft sechs Großraumflugzeuge des Typs A380 bei Airbus. Dann kamen die Abenomics mit der Abwertung der japanischen Währung Yen, was die Bestellung für die Japaner zu teuer machte. Sie stornierten, und die Vertragsstrafe von Airbus brach ihnen nun das Genick.

“Als wir den Vertrag mit Airbus gemacht haben, kostete ein Dollar noch 80 Yen”, begründete Verwaltungsratsvorsitzender Takashi Ide den Antrag auf Gläubigerschutz. Die Schwäche der Heimatwährung hätte nicht nur die Flugzeuge viel kostspieliger gemacht, sondern verteuere auch die Kerosinkosten. Derzeit kostet ein Dollar etwa 117,90 Yen. Wegen der Stornierung des Großauftrages im Juli stellt Airbus bis zu 700 Millionen Dollar in Rechnung.

Mit Skymark ist erstmals seit fünf Jahren wieder eine japanische Airline insolvent. Das Unternehmen ist netto mit 71 Milliarden Yen verschuldet, umgerechnet 530 Millionen Euro. Die Stornierungsgebühr für Airbus ist hier noch nicht eingerechnet. Die Gesellschaft ist vorrangig auf Inlandsflügen unterwegs und bedient hier das Billigsegment.

Dow Jones Newswires/Evelyn Mahlik