Tom Enders: "Wir haben nicht die Leistung abgeliefert, die wir uns gewünscht haben, und ich muss

Tom Enders: "Wir haben nicht die Leistung abgeliefert, die wir uns gewünscht haben, und ich muss mich dafür entschuldigen." - Bild: Airbus/C. Brinkmann

Airbus habe nicht die gewünschte Leistung gebracht, sagte Enders auf einer Veranstaltung am Dienstagabend.

Airbus hatte im November gewarnt, dass die Ergebnisse durch die Probleme mit der nach wie vor unprofitablen Maschine belastet werden könnten. Zu der Zeit lagen die Auslieferung hinter dem Plan. Letztlich hat es Airbus aber doch noch geschafft, 2014 zehn Maschinen an die Kunden auszuliefern.

Enders versicherte, dass es Konsequenzen beim Management und in der Organisationsstruktur geben werde. Er nannte aber keine Details.

Die Entwicklungskosten für den A400M sind massiv aus dem Ruder gelaufen, sie waren mehrere Milliarden Euro höher als geplant. Zudem kam das Flugzeug Jahre später als versprochen. Es gab zahlreiche Probleme mit der Technik, etwa an den Propellern und an einigen der komplexen Systeme.

Erhebliche Mängel am künftigen Transportflieger

Unklar ist, wann die nächsten A400M an die Bundeswehr ausgeliefert werden. Für dieses Jahr sind fünf Maschinen geplant. Das Verteidigungsministerium hat eine Liste mit 161 Mängeln beim ersten Transportflugzeug A400M der Bundeswehr vorgelegt. Airbus hatte die Maschine im Dezember mit vier Jahren Verspätung ausgeliefert. Das Ministerium listet nun acht “permanente und temporäre Minderleistungen” auf, die „nennenswerte Fähigkeitseinbußen“ nach sich ziehen können. Zudem finden sich in der Aufstellung 153 Mängel, die entweder als “unkritisch” oder irrelevant für den Anfangsflugbetrieb eingestuft werden.

Airbus hat 174 Bestellungen für den A400M in den Büchern. Dabei ist Malaysia der einzige Kunde außer einer Gruppe von sechs europäischen Ländern und der Türkei, die die Entwicklung stützen. Einige Länder haben ihr Ordervolumen allerdings bereits verringert. Airbus braucht mehr Bestellungen, um jemals Geld mit dem Projekt zu verdienen.

Der Konzern wird seine Zahlen für 2014 am 27. Februar vorlegen. Dann dürfte auch klar sein, inwiefern die Probleme des A400M auf den Ergebnissen lasten.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke