Tom Enders Airbus

Trotz der aktuellen Probleme und Verzögerungen sieht Airbus-Chef Tom Enders weiterhin eine große Zukunft für den Airbus-Militärtransporter A400M. - Bild: Airbus

"Die neuen Mittelschichten in China, Indien oder Südostasien sind ein gigantisches Potenzial an Passagieren. Wir sehen einen Bedarf von 32.000 neuen Airbus-Flugzeugen in den nächsten 20 Jahren", sagte Enders in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". In der Entwicklung setze Airbus zudem verstärkt auf unbemannte Flugzeuge.

Trotz der aktuellen Probleme und Verzögerungen sieht Enders weiterhin eine große Zukunft für den Airbus-Militärtransporter: "Der A400M wird, wenn wir die jetzige Talsohle durchschritten, die Kinderkrankheiten kuriert und die militärischen Systeme voll hochgerüstet haben, das Rückgrat der europäischen Lufttransportflotten sein", so der Airbus-Chef.

Große Zukunft für den A400M

Er räumte Fehler bei der Entwicklung der Maschine ein. "Keiner ärgert sich mehr über diese Situation als ich. Ich bedaure die großen Verspätungen bei der Auslieferung und die Einbußen bei der Einsatzbereitschaft der gelieferten Maschinen", so Enders. "Ursächlich ist vor allem die mangelnde Qualität eines Zulieferers für die Triebwerke, aber auch hausgemachte Probleme bei uns spielen eine Rolle."

Zugleich kündigte Enders volle Unterstützung für die Bundeswehr in der Übergangsphase an: "Ich kann die Sorgen der Ministerin und der Luftwaffenchefs verstehen. Wir tun alles, um aus dieser Misere möglichst rasch herauszukommen. Das weiß auch Frau von der Leyen. Bei Zwischenlösungen werden wir unsere Kunden selbstverständlich unterstützen."