Airbus A350

Airbus prüft gegenwärtig die Option, den A350-1000 mit 32 bis 35 weiteren Sitzplätzen zu bestücken. - Bild: Airbus

Diese neue Version soll dem Konkurrenzmodell des Erzrivalen Boeing besser Paroli bieten können.

Aktuell baut Airbus den A350-900, der Platz für rund 325 Passagiere bietet. Dieses Jahr soll erstmals der etwas größere A350-1000 abheben, der 41 mehr Sitze an Bord hat. Die Auslieferung des A350-1000 soll laut Fabrice Brégier, Präsident der Zivilflugzeugsparte, im nächsten Jahr beginnen.

32 - 35 weitere Sitzplätze

Wie der Airbus-Vertriebschef für Verkehrsflugzeuge, John Leahy, dem Wall Street Journal sagte, prüft Airbus gegenwärtig die Option, den A350-1000 mit 32 bis 35 weiteren Sitzplätzen zu bestücken. Sollte Airbus sich für ein solches Upgrade entscheiden, würde diese verlängerte Version des A350-1000 nach Leahys Worten etwa zur selben Zeit auf den Markt kommen wie das Konkurrenzmodell von Boeing.

Der US-Flugzeugbauer will bis Ende des Jahrzehnts eine neue Version seiner beliebten 777 auf den Markt bringen. Die 777-9 wird weniger Kerosin verbrauchen und mehr Passagieren Platz bieten.

Brégier spielte die Notwendigkeit einer unmittelbaren Entscheidung zwar herunter, erklärte aber zugleich, dass eine mögliche größere Version des A350 Priorität vor einem Upgrade des Superjumbos A380 haben würde. Emirates Airline, der größte A380-Kunde, hatte bei Airbus auf eine verbesserte Version gedrängt. Emirates könnte bis zu 200 Exemplare dieses A380neo abnehmen. Leahy sagte jedoch, der A380neo würde nicht vor dem Jahr 2024 in den Flugbetrieb gehen.

Airbus ist derzeit bemüht, die Kosten für die A380-Produktion zu verringern. Airbus hatte im vergangenen Jahr 27 A380 gebaut und damit die Gewinnschwelle erreicht. Ziel ist es nun, auch bei einer Jahresproduktion von lediglich 20 Maschinen die Gewinnschwelle zu knacken.