Die Airbus-Helikoptersparte hat ein Auge auf den zum Verkauf stehenden Wettbewerber Sikorsky

Die Airbus-Helikoptersparte hat ein Auge auf den zum Verkauf stehenden Wettbewerber Sikorsky geworfen. Im Bild hebt ein Sikorsky S-97 Raider zum Erstflug ab. (Foto: Sikorsky).

Die Airbus-Helikoptersparte hat ein Auge auf den zum Verkauf stehenden Wettbewerber Sikorsky geworfen. Der Konzern schaue sich die Entwicklung an, sagte Airbus-Präsident Guillaume Faury.

Dass die Europäer auch ein Gebot für Sikorsky vorlegen, wollte der Manager aber nicht sagen.

Die Muttergesellschaft des US-Helikopterbauers, United Technologies, hatte am Montag die Abspaltung oder den Verkauf von Sikorsky angekündigt. Faury sagte dazu, das Umfeld wandele sich schnell, und was mit Sikorsky geschehe, werde wichtig für die Branche sein.

Nicht nur Airbus zeigt Interesse für Sikorsky

United Technologies hatte angekündigt, definitiv aus dem Hubschraubergeschäft auszusteigen. Eine Entscheidung über den Weg – also über einen Verkauf oder die Abspaltung – soll bis Ende des dritten Quartals fallen. Die Sparte von United Technologies ist mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar der größte Verkäufer von Hubschraubern und dabei auch der größte Zulieferer des US-Verteidigungsministeriums.

Airbus ist nicht der einzige Interessent für den US-Hersteller. Auch Boeing, Lockheed Martin und Textron würden eine Übernahme prüfen, sagten mehrere Informanten.

Ein Knackpunkt bei einem möglichen Verkauf ist die Steuerfrage. Ein etwaiger Verkaufserlös könnte bei United Technologies höhere Steuern zur Folge haben. Daher hatte UTC bereits früher angedeutet, dass ein Spin-off die wahrscheinlichste Option sei.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke